13.08.2013 | Research

Hedging-Eigenschaften von Rohstoffinvestments

Die Korrelation zwischen Rohstoff- und Aktieninvestitionen ist seit der Finanzkrise deutlich gestiegen, stellen zwei Autoren der Bank für Internationalen Zahlungsausgleich in einer Forschungsarbeit fest, die Mitte Juli erschienen ist. Die Hedging-Eigenschaften von Commodity-Investments haben sich daher seit 2008 verändert. Marco Lombardi und Francesco Ravazzolo haben dazu die Renditeentwicklung von Aktien und Rohstoffen zwischen 1980 und 2012 untersucht. Ausgehend von den variablen Korrelationseigenschaften zwischen beiden Asset-Klassen analysieren die Autoren die Auswirkungen auf verschiedene Portfolioallokationen. Dazu wurden Portfolios simuliert, die sich aus dem Aktienindex, dem Rohstoffindex und risikolosen Geldmarktpapieren zusammensetzen und wöchentlich neu gewichtet werden.


Quelle: Lombardi, Ravazzolo (2013)

Neu ist ihr Ansatz, Rohstoff- und Aktienrenditen gemeinsam zu modellieren. So zeigt ein Portfolio mit variablem Rohstoffanteil höhere Volatilität und nicht immer höhere Sharpe Ratios als eine reine Allokation in Aktien. Dennoch liefert der Strategieansatz mit Exposure in Commodities insbesondere in turbulenten Marktphasen eine bessere Performance als das Vergleichsportfolio, das nicht in Rohstoffe investiert. Die Ergebnisse belegen, dass sich die Korrelationseigenschaften von Rohstoffinvestitionen seit der Finanzkrise verändert und zu volatileren Portfolios geführt haben.

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