11.06.2012 | Research

Hedgefonds-Strategien unter AIFM und UCITS

In einem im März veröffentlichten Aufsatz untersucht William T. O. Lyons von der London School of Economics and Political Science die Möglichkeiten und Auswirkungen der UCITS- und der AIFM-Richtlinie in Hinblick auf die Umsetzung von Hedgefonds-Strategien.
Der Autor kommt zu dem Ergebnis, dass in der kurzen und mittleren Frist die UCITS-Richtlinie eindeutig das attraktivere Rahmenwerk für die Onshore-Implementierung von Hedgefonds-Strategien bietet. Investoren schätzen insbesondere seit der Finanzkrise den straffen regulatorischen Rahmen, der hohe Liquidität und zusätzliche Transparenz bietet und dennoch alternative Investmentstrategien erlaubt. Die Hedgefonds-Industrie nutzt vor allem die gute Reputation des UCITS-Labels, um erfolgreiche Offshore-Strategien an eine breitere Anzahl von Investoren zu vermarkten.
Allerdings beschränken die UCITS-Vorgaben hinsichtlich der einzusetzenden Instrumente insbesondere in turbulenten Marktphasen die Möglichkeiten der Manager durch aktive Portfoliostrategien ihre Alpha-Fähigkeiten umzusetzen.

Hier bietet die AIFM-Richtlinie einen größeren Handlungsspielraum und wird damit langfristig die attraktivere Lösung für Onshore-Hedgefonds sein, schreibt der Autor. Der Erfolg der AIFM-Richtlinie für den Hedgefonds-Bereich wird jedoch von der Implementierung des Passport-Regimes abhängen, um eine grenzübergreifende Vertriebs und Marketingstruktur wie im UCITS-Bereich zu ermöglichen.


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