Hedgefonds können Preiseffizienz des Aktienmarktes steigern
In dem Researchpaper „Hedge Fund Holding and Stock Market Efficiency“ hat ein Team um Andrew Lo vom MIT untersucht, welchen Einfluss Hedgefonds auf die Preisfindungs- und Informationseffizienz im Aktienmarkt haben. Basierend auf vier Messgrößen zeigen die Autoren, dass sich die Preiseffizienz von Aktien, die von Hedgefonds gekauft wurden, infolgedessen verbessert, während das Gegenteil bei von Hedgefonds verkauften Aktien der Fall ist. Dies gilt insbesondere für Hedgefonds, die vergleichsweise klein sind, häufig handeln und von Managern verwaltet werden, die besonders gute Stockpicking-Fähigkeiten aufweisen. Damit stützen die Ergebnisse die Annahme, dass Hedgefonds als Arbitrageure wirken, deren Handeln die Informationseffizienz der Preisfindung verbessert. Das Datensample umfasst in den USA gelistete Aktien für den Zeitraum 2000 bis 2012.
Quelle: Cao, Liang, Lo, Petrasek, 2017
Auch das Engagement anderer institutioneller Investoren wie Banken oder Investmentfonds verbessert die Preiseffizienz der von diesen gehaltenen Aktien, jedoch sind die positiven Auswirkungen der Hedgefonds signifikant größer. Problematisch ist ihre Rolle hingegen in Zeiten von Liquiditätskrisen. Wenn Hedgefonds durch Mittelabflüsse in einem engen Liquiditätsumfeld gezwungen sind, Positionen zu verkaufen, dann verschlechtert sich hierdurch die Informationseffizienz der betroffenen Aktien. Dies gilt verstärkt für die Titel, die von Hedgefonds gehalten werden, welche sich mit Fremdkapital hebeln, oder solchen, die nur geringe Rückgabebeschränkungen aufweisen. Daraus schließen die Autoren, dass die Auswirkungen der Hedgefonds auf die Preisfindungseffizienz von der Verfügbarkeit von Kapital für Arbitrageaktivitäten abhängen.
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