Hedgefonds in der Schweiz
Die Schweizer Eidgenössische Bankenkommission (EBK) beleuchtet in einem Anfang September veröffentlichten Hintergrundbericht die zentralen Aspekte der Tätigkeit von Hedgefonds mit Blick auf die Systemstabilität, die Marktintegrität, den Anlegerschutz sowie den Wirtschaftsstandort. Zudem befasst sich der Bericht ausführlich mit den regulatorischen und steuerlichen Rahmenbedingungen in der Schweiz.
Auch in der Schweiz stehen Hedgefonds seit längerem in der Diskussion. Die EBK befasste sich in den letzten Jahren wiederholt mit dem Thema der Aufsicht und Transparenz. Sie fasst den Stand dieser Arbeiten nun im vorliegenden Bericht zusammen. Tenor ist, dass gerade die gegenwärtigen Turbulenzen an den Finanzmärkten mit teilweisen illiquiden Märkten zeigten, wie wichtig es für die Finanzstabilität sei, dass die internationalen Investmentbanken die in ihren Geschäftsbeziehungen mit Hedgefonds liegenden Gegenparteirisiken wirksam überwachen. Gleichzeitig weist die EBK aber darauf hin, dass Hedgefonds wesentlich zu einer effizienten Kapital- und Risikoallokation beitrügen, die Marktliquidität erhöhten und eine effiziente Preisbildung förderten. Die Gesamtgrösse des Hedgefonds-Sektors sei zudem verglichen mit anderen Branchen wie der Anlagefonds nach wie vor bescheiden und ihr tatsächlicher Einfluss auf die Finanzmärkte immer noch weitgehend ungeklärt. Es gäbe aber auch keine Hinweise darauf, dass Hedgefonds für Marktmissbräuche anfälliger wären als andere Marktteilnehmer und daher einer besonderen Regelung bedürften.
Die Schweiz ist im internationalen Vergleich ein wichtiger Markt für die Platzierung von Hedgefonds-Produkten. Als Standort für Hedgefondsmanager und Domizil für Hedgefonds spielt sie hingegen bisher noch eine sehr geringe Rolle. Das umfangreiche Positionspapier kann von Abonnenten hier heruntergeladen werden.