09.02.2012 | Research

Hedgefonds-Allokation unter Solvency II

Hedgefondsinvestments unter der Solvency-II-Standardformel sind Thema eines Ende Januar verfassten Research-Papiers vom Edhec Risk Institute. Nach dem derzeitigen Stand soll für Hedgefonds eine Eigenkapitalunterlegung mit 49 % erfolgen. Der Analyse zufolge werden dies dem Risiko-Rendite-Profil eines diversifizierten Hedgefondsportfolios nicht gerecht und unterminiere zudem das Ziel von Solvency II, die Stabilität im Versicherungssektor zu erhöhen.


Quelle: Edhec

Eine Kalibrierung der Autoren zeigt, dass für ein diversifiziertes Portfolio Eigenmittel von 25 % ausreichend werden. Stattdessen werden Hedgefonds unter der Solvency II Standardformel sogar noch risikoreicher gewichtet, als Aktien, auf die lediglich 39 % Eigenkapitalunterlegung entfällt. Hier setze die Regulierung eindeutig Fehlanreize, da Versicherungsunternehmen bei Umsetzung der Vorschriften zu großen Teilen nur noch in Anleihen investieren könnten, deren Risikoprofil seit der Schuldenkrise in Europa neu überdacht werden muss.
Das die Kapitalvorschriften auch für andere Investments zu hoch angesetzt seien, führe letztlich eher zu einer Destabilisierung des Sektors durch eine schrittweise Verringerung der Deckungsgrade, kritisiert Edhec.

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