Hedge-Fonds nehmen 20 - 30% des Kreditderivate-Marktes ein
Die Hedge-Fonds nehmen einen immer größeren Anteil auf dem Markt für
Kreditderivate ein. Nach einem Bericht der "Neuen Zürcher Zeitung"
schätzt die Rating-Agentur Fitch, dass die Beteiligung der Hedge-Fonds
inzwischen 20 bis 30 Prozent des Marktes ausmachen. Der
Kreditderivate-Markt hat dem Blatt zufolge ein Volumen in Höhe von bis
zu drei Billionen US-Dollar erreicht.
Als Grund für das große Interesse an strukturierten Produkten nennt die
Zeitung eine geringe Emission neuer Bonds seitens angestammter
Schuldner. "Da es für Anleger schwerer geworden ist, sich mit
herkömmlichen Bonds einzudecken, suchen sie oft den Umweg über
strukturierte Produkte."
Die Banken verkaufen mit ihren strukturierten Produkten Kreditrisiken
an die Anleger. Um ihre eigenen Risiken abzusichern, erwerben die
Investmentbanken ihrerseits unter anderem von Hedge-Fonds
Kreditrisiken. "Insofern findet ein Kreditrisiken-Transfer von
Hedge-Fonds zu herkömlichen Investoren statt", schreibt das Blatt.
Einer der Hauptgründe für das große Interesse der Hedge-Fonds an diesem
Markt sei die Arbitrage zwischen den strukturierten Produkten und dem
Bondmarkt.
Da die Hedge-Fonds ihre Leerverkäufe absichern müssten, kauften sie auf
den Sekundärmärkten Bonds und initiieren somit eine "sythetische
Nachfrage" nach bestehenden Anleihen, schreibt die Zeitung weiter. Dies
führe zu einer Kurssteigerung der Papiere und folglich zu fallenden
Renditen. Die damit fallenden Spannen zwischen Unternehmensanleihen und
Staatsanleihen seien nicht Ausdruck für einen "steigenden
Risiko-Appetit der Anleger, sondern bloß die Folge von technischen
Absicherungsaktionen rund um den Kreditderivate-Markt."
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