Havard Stiftung verliert fünf führende Fondsmanager an Hedge Fonds
Der Chef des Stiftungsfonds der amerikanischen Universität Havard, Jack
Meyer, will seinen Posten aufgeben und einen eigenen Hedge-Fonds
gründen. Mit Meyer wollen vier weitere Fondsmanager, David Mittelman,
Maurice Samuels, Edward DeNoble und Michael Pradko, Havard verlassen.
Vorausgegangen waren Proteste gegen die hohen Bezüge der Manager.
Die Havard-Stiftung ist die größte Universitätsstiftung in den USA und
verfügt über ein Vermögen von 22,5 Milliarden Dollar. Als Meyer 1990
die Führung übernahm, betrug das Vermögen erst 4,7 Milliarden Dollar.
Nur zweimal haben die Fondsmanager ein Jahr mit einer negativen
Wertentwicklung abgeschlossen: 2001 verlor der Fonds 2,7 Prozent, ein
Jahr später ging es um 0,5 Prozent nach unten.
Im Jahr 2003 hatten ehemalige Examenskollegen von Meyer Protestbriefe
an den Universitätspräsidenten geschrieben und darin das "exzessive
Niveau" der Managervergütungen kritisiert. Die Fondsmanager Mittelman
und Samuels hatten damals zusammen 50,7 Millionen Dollar an
Jahresvergütung erhalten. Meyer soll mit 7,2 Millionen Dollar bezahlt
worden sein. "Solange die Uni sich darum nicht kümmert, sehen wir
keinen Anlass, weiter um Spenden gebeten zu werden", schrieben
ehemaligen Studenten. Die Havard-Universität finanziert ein Drittel
ihrer laufenden Kosten durch Spenden und ist somit auf ihr Image in der
Spenderkreisen angewiesen.
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