07.02.2005 | 

Havard Stiftung verliert fünf führende Fondsmanager an Hedge Fonds

Der Chef des Stiftungsfonds der amerikanischen Universität Havard, Jack

Meyer, will seinen Posten aufgeben und einen eigenen Hedge-Fonds

gründen. Mit Meyer wollen vier weitere Fondsmanager, David Mittelman,

Maurice Samuels, Edward DeNoble und Michael Pradko, Havard verlassen.

Vorausgegangen waren Proteste gegen die hohen Bezüge der Manager.

Die Havard-Stiftung ist die größte Universitätsstiftung in den USA und

verfügt über ein Vermögen von 22,5 Milliarden Dollar. Als Meyer 1990

die Führung übernahm, betrug das Vermögen erst 4,7 Milliarden Dollar.

Nur zweimal haben die Fondsmanager ein Jahr mit einer negativen

Wertentwicklung abgeschlossen: 2001 verlor der Fonds 2,7 Prozent, ein

Jahr später ging es um 0,5 Prozent nach unten.

Im Jahr 2003 hatten ehemalige Examenskollegen von Meyer Protestbriefe

an den Universitätspräsidenten geschrieben und darin das "exzessive

Niveau" der Managervergütungen kritisiert. Die Fondsmanager Mittelman

und Samuels hatten damals zusammen 50,7 Millionen Dollar an

Jahresvergütung erhalten. Meyer soll mit 7,2 Millionen Dollar bezahlt

worden sein. "Solange die Uni sich darum nicht kümmert, sehen wir

keinen Anlass, weiter um Spenden gebeten zu werden", schrieben

ehemaligen Studenten. Die Havard-Universität finanziert ein Drittel

ihrer laufenden Kosten durch Spenden und ist somit auf ihr Image in der

Spenderkreisen angewiesen.

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