17.06.2015 | Märkte

Gutes Auftaktsquartal für den europäischen Immobiliensektor

Im ersten Quartal 2015 stieg das Volumen der Immobilien-Investments in Europa auf 51 Mrd. Euro, zeigt ein Marktbericht von DTZ Research. Damit konnte der Vorjahreswert um 40 % übertroffen werden. Nach einem hervorragend verlaufenen vierten Quartal 2014 erreichten die Investments über die letzten 12 Monate einen Wert von 208 Mrd. Euro, die höchste Summe seit Beginn der Finanzkrise. Insbesondere größere Deals mit Volumina ab 100 Mio. Euro legten zu. Auffällig ist, dass die Investoren sich verstärkt auf die europäische Peripherie konzentrierten, vor allem Spanien, Italien und Irland, während der Anteil der Core-Märkte UK, Frankreich und Deutschland sank.


Quelle: DTZ Research

Der Großteil der Investments entfällt mit 39 % unverändert auf den Bürosektor, in den auf Sicht von 12 Monaten 89 Mrd. Euro investiert wurden. Die größten Zuwächse konnten im Einzelhandelssegment erzielt wurden, wofür große Transaktionen im Bereich Einkaufszentren verantwortlich waren. Hier stieg das Investitionsvolumen um 55 % auf 56 Mrd. Euro. Der jeweilige Anteil europäischer und außereuropäischer Investoren hält sich in etwa die Waage, wobei erstere eher auf der Verkäuferseite stehen. In den meisten europäischen Städten liegen die Renditen nahe bei oder unter den historischen Tiefstständen.


Quelle: DTZ Research

Deutschland blieb bei den Investments im ersten Quartal 2015 mit 9,76 Mrd. Euro leicht hinter dem Vorjahreswert zurück. Dabei übertraf der Einzelhandelssektor mit mehr als 3,7 Mrd. Euro sogar die Büroimmobilien, in die 3,6 Mrd. Euro investiert wurden. Auf ausländische Investoren entfielen 46 % der Investments. Für das Gesamtjahr rechnen die Autoren trotz niedriger Renditen mit einer ungebrochen hohen Attraktivität des europäischen Immobilienmarktes, wodurch die Rekordinvestitionen von 230 Mrd. Euro im Jahr 2007 sogar übertroffen werden könnten.

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