08.08.2011 | Märkte

Großes Wachstumspotenzial bei kontinentaleuropäischen Asset Managern

Die Investment-Management-Beratung Casey Quirk hat im Juni einen Report mit dem Titel "Untapped Opportunity: Realizing Value in Continental Europe's Asset Managers" veröffentlicht. Darin stellen die Autoren mögliche Strategieansätze für kontinentaleuropäische Asset Manager vor. Trotz ähnlicher Voraussetzungen blieb das Wachstum der Assets under Management in Europa in den letzten Jahren hinter dem der in den USA und England beheimateten Verwalter zurück. Vor diesem Hintergrund präsentiert das Autoren-Team vier potenzielle Wachstumsquellen.


Quelle: Casey Quirk (2011)

Demzufolge ist das derzeitige Entlohnungssystem in Europa zu sehr auf Fixbeträge ausgerichtet und animiert damit eher zu Free-Rider-Effekten. Um Top-Personal anzulocken und zu halten sollten daher langfristig angelegte Incentive-Strukturen geschaffen werden. Darüber hinaus raten die Autoren zu einer Emanzipierung der Vertriebsstrukturen vom Mutterunternehmen. Die Einstellung von Marketing- und Vertriebsexperten, sowie technischem Beratungspersonal kann zusätzliche Investoren anlocken. Als eine weitere Wachstumsstrategie nennt der Report die Spezialisierung der Produktpalette, um von der steigenden Nachfragepolarisierung zu profitieren. Auf der einen Seite könnte der Fokus auf Investment Skill gelegt werden, um innovative Alpha-Produkte zu lancieren, oder andererseits könnten über große, passiv gemanagte Portfolios Skaleneffekte realisiert werden. Als vierten Strategieansatz rät der Report dazu den regionalen Fokus aufzugeben und stärker global aktiv zu werden, vor allem in Asien.


Quelle: Casey Quirk (2011)

Insgesamt, so schätzen die Autoren, besitzt der Sektor in den nächsten 5 Jahren Potenzial für Umsatzsteigerungen von bis zu 24 %, sowie ein Fundraising-Potenzial von 2 Billionen Euro.

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