Grenzübergreifende Markteffekte von CO2-Preisen
National festgelegte CO2-Preise bergen die Möglichkeit, dass Unternehmen den Mehrkosten der Bepreisung durch Verlagerung ihrer Emissionen ins Ausland entgehen. In der Folge reduziert sich das globale Emissionsvolumen nicht und ein CO2-Preis bleibt de facto wirkungslos. In diesem Kontext untersuchten drei Autoren der Universitäten Ohio State, Maastricht und Oxford das Verhalten von Unternehmen mithilfe der Datenbank von CDP für CO2-Emissionen. Sie dokumentieren, dass Unternehmen, die ihren Hauptsitz in Ländern mit strengen Umweltrichtlinien haben, umweltverschmutzende Aktivitäten tendenziell in Länder mit schwächerer Regulierung verlagern.

Quelle: Itzhak Ben-David, Stefanie Kleimeier, Michael Viehs
Der Effekt ist für Unternehmen in stark umweltbelastenden Branchen und mit schlechten Corporate-Governance-Merkmalen stärker. Diese Unternehmen "exportieren" zwar Umweltverschmutzung, stoßen jedoch global weniger CO2 aus, was auf eine strenge Umweltpolitik im Herkunftsland schließen lässt.
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