Globalisierung von Investmentfonds
Eine Analyse der fortschreitenden Integration und Globalisierung der Fondsindustrie ist Gegenstand einer ausführlichen Analyse, die von der ZEW und der Deutschen Bundesbank Ende letzten Jahres veröffentlicht wurde. Die beiden Autoren gehen der Frage nach, welche Auswirkungen die Domizilentscheidung auf die Gebühren von Publikumsfonds haben und wie sich die UCITS-Richtlinie auf die Struktur der Fondsbranche ausgewirkt hat.
Quelle: Lang, Köhler (2011)
Die Kosten sind zwischen den Ländern tatsächlich sehr verschieden. Die fortschreitende Marktintegration hat den Finanzzentren Kostenvorteile beschert, die sich allerdings nicht direkt in den verlangten Gebühren niederschlagen. Luxemburg zeichnet sich bspw. durch ein sehr schnelles Zulassungsverfahren und eine hohe Expertenkonzentration aus. Dadurch lassen sich Trendthemen sehr schnell umsetzen, die nach Ansicht der Autoren wenig kostensensitive Investoren anzieht. Die Gebühren für diese Produkte sind dementsprechend nicht niedrig.
Des Weiteren sind Fonds, die grenzübergreifend angeboten werden, im Durchschnitt ebenfalls teurer.
Allerdings bieten sich Investoren auch viele Vorteile. Die Konzentration auf bestimmte Finanzplätze hat zu signifikanten Skaleneffekten geführt. Fortschritte bei der Marktintegration führten zu mehr Wettbewerb und somit ebenfalls zu niedrigeren Gebühren. Große Fondsgesellschaften und spezialisierte Fondsgesellschaften weisen geringere Kosten aus. Zwar zeigen UCITS-Fonds meist höhere Gebühren als andere lokal domizilierte Fonds, aus makroökonomischer Sicht hat die UCITS-Direktive aggregiert jedoch zu deutlich sinkenden Fondskosten geführt.
Eine ausführliche Analyse von den überwiegend institutionellen Anteilsklassen von mehr als 7.000 Publikums erhalten Abonnenten der Fondsrankings von Absolut Research jeden Monat.
Informationen zu den Rankings und die kostenlosen Executive Editions finden Sie hier.