Globale Pensionsvermögen investieren stärker in Alternatives
Der Anfang 2016 aus den Firmen Towers Watson und Willis Group fusionierte Berater Willis Towers Watson untersucht in der „Global Pension Assets Study 2016“ die Entwicklung der 19 wichtigsten Pensionsmärkte. Im Vergleich zu 2014 sind die Pensionsvermögen um 0,9 % gesunken und betrugen 35 Billionen US-Dollar. Für den Rückgang machen die Autoren primär die Aufwertung des US-Dollar verantwortlich. In Lokalwährungen waren im Durchschnitt positive Wachstumsraten zu beobachten.
Quelle: Willis Towers Watson
In der Analyse der sieben größten Märkte werden die USA, Großbritannien, Schweiz, Niederlande, Japan, Kanada und Australien näher betrachtet. Die Asset Allocation dieser Pensionsmärkte setzt sich durchschnittlich aus 44 % Aktien, 29 % Anleihen, 24% Alternatives und 3 % Geldmarkt zusammen. Zu den Alternatives zählt der Marktbericht Immobilien und andere Private-Market-Investments. Ihr Anteil am Gesamtportfolio ist seit 2008 um 5 Prozentpunkte gestiegen. Im Gegensatz dazu ist in den letzten 7 Jahren der Anteil an Aktien um 4 % und an Anleihen um 3 % gesunken. In den Aktienportfolios setzt sich der Trend zur Reduktion des Home Bias fort. Der Anteil inländischer Aktien ging im letzten Jahr weiter zurück und lag in den größten sieben Märkten bei durchschnittlich 43 % des Aktienportfolios. Im Anleihenportfolio liegt der Home Bias im Mittel bei 76 %. Weiterhin bestehen große Unterschiede zwischen den einzelnen Ländern. In den USA, Australien und Großbritannien ist der Aktienanteil am größten und liegt zwischen 43 % und 48 %. In der Schweiz, Japan und den Niederlanden liegt der Schwerpunkt dagegen mit durchschnittlich 48 % auf Anleihen.
Quelle: Willis Towers Watson
Zu mittelfristigen Einflussfaktoren auf Pensionsfonds zählen die Autoren neben der Verbesserung der internen Governance und der Anpassung des Risikomanagements auch die Integration eines ESG-Ansatzes. Dabei werden eine verstärkte Offenlegungspflicht, größere Datenerfassung sowie die Analyse nicht-finanzieller Faktoren an Bedeutung gewinnen, schreiben die Autoren.
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