Gewerbe- und Wohnimmobilienmärkte in den USA
Wohnimmobilien in den USA galten letzendlich als Auslöser einer globalen Wirtschaftskrise. Nach einem jahrelangen Anstieg der Preise verfielen diese innerhalb weniger Monate. Gewerbeimmobilien blieben von dieser Entwicklung weitgehend verschont, da sie einen regelmäßigen Einkommensstrom generieren. Eine Analyse der Unterschiede von Immobilienunternehmen für Wohn- und Gewerbeimmobilien ist im Rahmen eines Working Papers des National Bureau of Economic Research und der Wharton School of Business erschienen. Demnach bestehen zwischen beiden Immobiliensektoren überwiegend Gemeinsamkeiten.
Quelle: Gyourko (2009)
Auf der Datenbasis von NAREIT- (National Association of Real Estate Investment Trusts), NVCREIF- (National Council of Real Estate of Investment Fiduciaries) und OFHEO- (Office of Federal Housing Enterprise Oversight) Indizes vergleicht der Autor mittels verschiedener Methoden die Häusermärkte. Er findet Unterschiede bei der Angebotsseite und während Immobilienzyklen, langfristig bewegten sich die Märkte aufgrund von Nachfragefaktoren jedoch in die gleiche Richtung.
Quelle: Gyourko (2009)
Fraglich bleibt aber, ob Immobilienaktien eine adäquate Approximation für Immobilienmärkte und-preise sind. Es findet leider keine Argumentation bezüglich der Datenbasis statt. So könnten Gemeinsamkeiten in den Zeitreihen, z. B. die vom Autor identifizierten "Short-Run-Persistence" und "Medium-Term-Mean-Reversion" auf ein hohes gemeinsames Aktienbeta zurückzuführen sein.