Geopolitik und Klimawandel bei Anlageentscheidungen
Langfristige Investitionserträge werden u.a. auch von geopolitischen Faktoren beeinflusst, die wiederum in Zusammenhang mit Folgen des Klimawandels stehen können. Franklin Templeton untersucht diese Auswirkungen anhand einiger Beispiele in einem Bericht und skizziert potenzielle Implikationen für Investoren. Eine Klimawandelfolge ist die zunehmende Wasserknappheit in vielen Regionen der Welt, die ein zentraler Risikofaktor für geopolitische Konflikte ist.
So spielten seit 2006 aufeinanderfolgende Dürreperioden auch eine zentrale Rolle bei der Entstehung des syrischen Bürgerkrieges. In Indien ist ein großer Teil der Bevölkerung von Land- und Forstwirtschaft sowie der Fischerei abhängig. Die prognostizierte Zunahme der Häufigkeit, Dauer und Intensität von Hitzewellen infolge veränderter Vormonsun-Regenfälle zieht geringere landwirtschaftliche Produktivität, größeren Hitzestress und erhöhte Sterblichkeit nach sich.
Auch in Europa spielen Geopolitik und Klimawandel zunehmend eine Rolle. So zieht sich bspw. das Einzugsgebiet der Donau durch vierzehn Länder, die erhebliche Unterschiede hinsichtlich ihrer sozioökonomischen Entwicklung aufweisen. Dies führt zu einem hohen Grad an Komplexität bei der Formulierung politischer Maßnahmen, die darauf abzielen, die Verschmutzung, das erhöhte Überschwemmungsrisiko der Donau sowie Umweltschäden durch historische Flusslaufänderungen, einzudämmen.

Quelle: Franklin Templeton
Für institutionelle Investoren ist es zentral, die strukturelle Positionierung eines Staates sowie die sich aus dem Zusammenspiel von Klimawandel und geopolitischen Entwicklungen ergebenden Risiken umfassend zu analysieren und bei Investitionsentscheidungen zu berücksichtigen.
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