Geldpolitik als Ursache für steigende Aktienmärkte und zunehmende Carry Trades
Rund um den Globus wird weiterhin expansive Geldmarktpolitik betrieben, berichtet die BIS in ihrem aktuellen Quartalsbericht. Neben der exzessiven Ausweitung in Japan hält die Fed an der Nullzinspolitik und den Anleihenkäufen vorerst fest, die EZB senkte die Zinsen aufs Rekordtief. Des Weiteren senkten auch die Zentralbanken in Australien, Dänemark, Indien, Israel, Korea, Mexiko, Polen und der Türkei ihre Zinsen. Einhergehend mit der bereitgestellten Liquidität stiegen die Aktienmärkte weiter an, entgegen den auf Unsicherheit hindeutenden Makrodaten. Diese Unsicherheit schlägt sich momentan vor allem in den Rohstoffpreisen wieder, die sich seit Jahresbeginn im Abwärtstrend befinden.
Quelle: BIS
Auch Investments in den Schwellenländern werden zunehmend skeptisch beurteilt. Stattdessen flossen viele Mittel in die Euro-Zone, beispielsweise in Anleihen aus Frankreich und Belgien, die eine positive Preisreaktion zeigten. Ebenfalls profitierten unzyklische Aktien und Corporate Bonds. Zinsunterschiede und Abwertungstendenzen in den globalen Währungen haben zudem zu einer Zunahme von Währungsspekulationen und Carry-Trade-Aktivitäten geführt. Die BIS empfiehlt eine sorgfältige Betrachtung der Situation, da der Auftrieb an den Finanzmärkten bisher nicht durch Makro-Daten gedeckt scheint.
Quelle: BIS