Gebührenstrukturen von Hedgefonds und ihr Einfluss auf die Performance
Hedgefonds verfolgen aktive Managementstrategien, die zu überlegener risikoadjustierter Performance führen sollen. Die Vergütungsstruktur ist als Mischung aus Management und Performance Fees diesem Ansatz angepasst. Die Anreize und Auswirkungen der Gebührenstruktur sind Gegenstand zahlreicher wissenschaftlicher Untersuchungen gewesen. In einer Mitte März veröffentlichten Arbeit untersuchen Vikas Agarwal von der Georgia State University und Sugata Ray von der University of Florida die Auswirkungen von Änderungen in der Gebührenstruktur für den Investor auswirken.
Konkret stellen sich die Autoren die Frage, wodurch Gebührenänderungen verursacht werden und wie sich diese auf Performance, Risikoübernahme und Mittelflüsse auswirken. Dazu untersuchen sie die Hedgefonds der Lipper TASS Datenbank, für die zwischen April 2008 und November 2010 Änderungen an der Gebührenstruktur vorgenommen wurden.
Hypothesen: Determinanten von Gebührenänderungen
Quelle: Agarwal, Ray (2011)
Die Untersuchung kommt zu dem Ergebnis, dass vor allem junge Fonds mit Outperformance ihre Gebühren erhöhen, schlechte Fonds ihre Gebühren hingegen nicht senken. Als ursächlich für die zweite Aussage vermuten die Autoren negative Signaleffekte durch eine Gebührensenkung, da in einem Konkurrenzmarkt die Gebühren eigentlich sinken sollten. Ferner wird die Outperformance von Fonds nach einer Gebührenerhöhung nicht bestätigt.
Der Erhöhung der Gebühren von erfolgreichen Fonds folgen Mittelzuflüsse und weniger Risikobereitschaft. Dies sei vor allem darauf zurückzuführen, dass i.d.R. die Managementgebühr erhöht wird.
Auswirkungen von Gebührenänderungen auf das Risikoprofil
Quelle: Agarwal, Ray (2011)