G20 erarbeiten Maßnahmenkatalog zur Stabilisierung der internationalen Finanzmärkte
Am 15. November trafen sich die Staatschefs der G20 zu einem ersten Treffen in Washington um über Maßnahmen zur Stabilisierung der internationalen Finanzmärkte zu beraten. Das gemeinsame Ziel ist es Regulierungen und Überwachungen der Finanzmärkte, -produkte und -teilnehmer zu stärken. Bis zum nächsten Treffen Ende April 2009 sollen zudem Vorschläge für internationale Bilanzierungs- und Regulierungsregeln sowie für eine Verbesserung des Risikomanagement von Banken ausgearbeitet werden.
Konkret angesprochen werden im Positionspapier, das vom Weißen Haus zur Konferenz herausgegeben wurde, unter anderem, dass die Ausfallsicherheit und Transparenz von Kreditderivaten erhöht und somit systematische Risiken verringert werden sollen. Für die Entwicklung internationaler Bilanzierungsreglungen sollen private Institutionen eingebunden werden, die bereits optimale Bewertungsverfahren entwickelt haben und diese anwenden. Dem Wunsch nach Regulierung von Ratingagenturen wurde entsprochen. Diese sollen dazu führen höchste Standards für Bewertungen zu garantieren. Ratingagenturen die ihre Ratings auch für private Anleger zugänglich machen, sollen zudem registriert werden.
Der Abschlussbericht enthält allerdings noch keine Konkretisierung der zu veranlassenden Maßnahmen, sondern stellt vielmehr einen Katalog von Empfehlungen dar. Diese können von den einzelnen Regierungen der G20 nach eigenem Ermessen umgesetzt werden.