Fundamentalanalyse versus Quantitative Analyse im institutionellen Asset Management
In ihrem aktuellen Research-Paper "Quantitative vs. Fundamental Analysis in Institutional Money Management: Where's the Beef?" widmen sich die Autoren Gregory-Allen, Shawky und Stangl der Analyse von Renditen im Vergleich zum Anlagestil von Investmentfonds. Verglichen wird in erster Linie der Einsatz der Fundamentalanalyse, die auf den wirtschaftlichen Rahmendaten des Unternehmens und der Volkswirtschaften beruht, mit der Quantitativen Analyse, die aufgrund technischer Handelsregeln Titel auswählt. Die Autoren wollen untersuchen, ob bestimmte Managementstile der Grund für eine Outperformance gegenüber der Peergroup sind. Daher unterscheiden sie die Manager nach Investment Policy (Active, Enhanced Index, Passive), nach Investment Style (Growth, Value, Blend, Size) und nach Investment Process (Bottom Up, Top Down). Als Datenbasis dient die Plan Sponsor Network (PSN) Datenbank.
Zuerst wird anhand eines 4-Faktoren-Modells das Alpha der Fonds bestimmt. Im zweiten Schritt werden Dummy-Variablen für die Investmentstile postuliert und ihr Einfluss mittels einer Regression bestimmt. Hier zeigt nur die Fundamentalanalyse einen signifikanten positiven Einfluss auf die Rendite. In einem zweiten Schritt überprüfen die Autoren die Verwendung mehrerer Entscheidungshilfen. Hier sind nur zwei signifikante Ergebnisse zu verzeichnen. Prozessdiversifikation mindert die Rendite von Bottom Up Fonds und hat positiven Einfluss auf die Fonds, die Fundamentanalyse als primären Prozess verwenden.
Als Ergebnis halten die Autoren fest, dass nur die Fundamentalanalyse zusätzliche Rendite im aktiven Management liefert. Allerdings mindern die anderen Methoden bei primärer Verwendung auch nicht die Rendite. Das Ergebnis ist konsistent mit der Hypothese effizienter Märkte und dem Informationsparadoxon.