Führende Börsenplätze bilden Arbeitskreis für Nachhaltigkeit
Die World Federation of Exchanges (WFE), der globale Dachverband der Börsen, hat Ende März eine Sustainability Working Group ins Leben gerufen, mit dem Ziel Definitionen und Mindest-Reporting in dem Bereich Nachhaltigkeit zu vereinheitlichen. Dazu zählt unter anderem, Umfang, Erhebung und Veröffentlichung von ESG-Daten weltweit abzustimmen.
Der WFE gehören 60 Börsenplätze an. Zu den Unterstützern des neuen Arbeitskreises zählen bereits die Deutsche Börse, die New York Stock Exchange (NSYE), die Chicago Board Options Exchange (CBOE) und die Technologiebörse Nasdaq, sowie führende Handelsplätze in Schwellenländern, darunter die BM&FBovespa in Brasilien, die National Stock Exchange of India, die Bursa Malaysia und die chinesische Shenzen Stock Exchange.
Quelle: Ceres
Hintergrund ist unter anderem ein Report des Investorennetzwerks Ceres, der im März veröffentlicht wurde. Darin werden Empfehlungen formuliert, die die unternehmerische Berichterstattung hinsichtlich der ESG-Kriterien adressieren. Ziel ist Kernpunkte darzulegen, wie Qualität und Tiefe nachhaltiger Informationen zwischen den Weltmärkten harmonisiert werden sollten. Dazu zählen beispielsweise Richtlinien, wie Unternehmen über die Berücksichtigung von Korruption, klimaschädlichem Verhalten oder Menschenrechten in ihrer Geschäftsstrategie berichten. Im Fokus steht dabei ESG-Reportings international vergleichbar zu machen und ein Rahmenwerk zu etablieren. Die Gründung einer Sustainability Working Group auf Basis der WFE stellt einen wichtigen ersten Schritt auf diesem Weg dar.