29.03.2010 | Report

FSA publiziert Studienergebnisse zu systematischen Risiken von Hedgefonds

Während der Finanzkrise sind Hedgefonds wiederholt in die Kritik geraten. Neben einigen Betrugsfällen, sowie mangelnder Liquidität, die vor allem nicht-öffentliche Investoren tangierten, wurde ein destabilisierender Einfluss von Hedgefonds auf kreditgebende Banken durch exzessiven Fremdkapitaleinsatz sowie auf die Marktpreise von Wertpapieren vermutet. Seit Beginn der Finanzkrise führte die britische Finanzaufsicht FSA daher wiederholt Studien zum Einfluss von Hedgefonds auf die Finanzmarktstabilität durch, in denen gezielt beide Vorwürfe untersucht wurden.


Quelle: FSA

Die FSA ermittelte den Einfluss von Hedgefonds anhand eines Vielfachen ihres Equity Exposures und unter Berücksichtigung der Hebelwirkung von Derivaten. Das Exposure von Hedgefonds in verschiedenen Anlageklassen betrug demnach nur selten mehr als 3%. Gleichzeitig lag die Fremdkapitalquote durchschnittlich bei 202%, maßgeblich durch Arbitragestrategien beeinflusst und damit deutlich niedriger, als erwartet.


Quelle: FSA

Aufgrund dieser Ergebnisse kommt die FSA zu dem Ergebnis, dass kein übermäßiges oder gefährliches Systemrisiko von Hedgefonds ausgeht. Desweiteren konnte auch kein destabilisierender Effekt auf kreditgebende Banken festgestellt werden. Die FSA beabsichtigt diese Analyse auch weiterhin regelmäßig durchzuführen um so eine Datenreihe erstellen zu können, die als Basis u.a. für Diskussion um Regulierungsbedarf verwendet werden kann.

Abonnenten von Absolut Research können weiterführende Informationen hier herunterladen:
zurück