05.05.2009 | Report

FSA-Analyse der Finanzkrise

Die britische Finanzmarktaufsicht FSA veröffentlichte kürzlich eine umfangreiche Aufarbeitung der Finanzkrise. Hauptautor ist der FSA-Vorsitzende Lord Adair Turner. In vier Kapiteln beschreibt Turner, wie es zur Finanzkrise kam und warum die selbstregulierende Funktion der Märkte versagte. Darüber hinaus werden Änderungsempfehlungen zur Bankenregulierung und weitergehende Regulierungsfragen erörtert. Der Report schließt mit einem Positionsbezug der FSA, welche Regulierungsfragen auf nationaler und welche auf internationaler Ebene gelöst werden müssen.

Kernaussagen sind, dass makroökonomische Ungleichgewichte, gepaart mit exzessivem Leverage der Banken und hohem Innovationsgrad bei Investmentvehikeln bei gleichzeitig mangelnder Ausweitung der Regulierung, zur Krise geführt habe.

 

Die Regulierung müsse sich künftig stärker an der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit ausrichten. Ebenso müsse sie alle Finanzinstitute vollständig erfassen und teilweise internationalisiert werden. Dies beinhalte neben der Kapitalregulierung auch eine Liquiditätsregulierung, sowie ein Clearing für Kreditderivate und Beaufsichtigung der Ratingagenturen.

 

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