ZIA: Deutschlands Immobilienmärkte weiterhin dynamisch
Im Auftrag des Zentralen Immobilien Ausschusses (ZIA) hat der Rat der Immobilienweisen das jährlich erscheinende Frühjahrsgutachten über die Entwicklung des deutschen Immobilienmarktes für 2017 veröffentlicht und Prognosen für 2018 abgegeben.
Insgesamt entwickelten sich die deutschen Immobilienmärkte stabil. Das Investitionsvolumen in Wirtschaftsimmobilien ist im Jahr 2017 auf 58,1 Mrd. EUR angestiegen, was einem Plus von 9,8 % im Vergleich zum Vorjahr entspricht. Der Großteil ist in Büroimmobilien geflossen. Der Büroimmobilienmarkt ist gekennzeichnet durch eine sich verschärfende Verknappung der Büroflächen sowie weiterhin stark ansteigende Spitzenmieten und Kaufpreise. 2017 wurden 16 % weniger neue Büroflächen fertiggestellt als im Vorjahr, besonders stark fiel diese Entwicklung in den A-Städten aus (- 27 %). 
Quellen: bulwiengesa, ZIA
Das Segment Logistikimmobilien hat sich 2017 im Gegensatz dazu durch eine sehr hohe Neubautätigkeit ausgezeichnet. Auch die Nachfrage ist auf ein neues Hoch gestiegen, das begleitet wird durch ein stark wachsendes Investitionsvolumen (5,7 Mrd. EUR). Der Anteil der Logistikimmobilien an Gewerbeimmobilien ist mittlerweile auf knapp 10 % angestiegen. 
Quellen: bulwiengesa, Berlin Hyp, Bremer AG, Goodman Germany, Savills, ZIA
Im Wohnungssegment sind die Mieten (+4,3 %) und Preise (+7,9 %) ebenfalls weiter angestiegen, auch wenn das Wachstum der Kaufpreise etwas nachgelassen hat. Die Autoren schätzen, dass sich der Anstieg der Mieten und Preise im selben Maße nicht mehr fortsetzen wird.
Dieses Jahr lag ein Schwerpunkt des Gutachtens auf großen Mittelstädten, die insbesondere im Westen und Südwesten Deutschlands eine überdurchschnittliche Marktdynamik aufweisen. Hierzu gehören auch Städte in ländlicheren Räumen, die eine Ankerfunktion ausüben. Für diese Städte ergeben sich insbesondere für den Wohnungsmarkt entsprechende Investitions- und Renditechancen.
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