Fiskalpolitik wirkt sich auf U.S. und UK Government Bonds aus
Die Regierungen weltweit haben während der Finanzkrise ihre Kapitalmärkte mit fiskalpolitischen Instrumenten gestützt. Besonders ausgiebig sind dabei die USA und Großbritannien vorgegegangen. Dies führte zu einer deutlichen Erhöhung der Haushaltsdefizite in diesen beiden Ländern, sowie zu einer erheblichen Ausweitung der Notenbankbilanzen. Diese Umstände und "Exit-Strategien" aus den Staatshilfen für die Märkte werden 2010 signifikanten Einfluss auf die Kapitalmärkte haben, so das Investmentunternehmen Pimco (Allianz Global Investors) in einer aktuellen Einschätzung.
Quelle: Pimco
So würde allein der Refinanzierungsbedarf der U.S.-Regierung ca. 1,5 Billionen US-Dollar betragen. Gleichzeitig würden laut einer Studie des International Monetary Fund die Länder mit den höchsten Budgetdefiziten auch am ehesten von Zinssteigerungen betroffen sein, während in anderen Ländern wie Deutschland beispielsweise die Reduzierung der Staatsschulden und Haushaltsdefizite zumindest mittelfristig angestrebt wird. Daher steigen nach Pimco-Einschätzung die Zinsen in den USA und Großbritannien kurzfristig, relativ zu anderen Nationen. Aus diesem Grund hat Pimco die Anteile an Staatsanleihen dieser Länder in ihren Portfolios deutlich verringert.
Quelle: Pimco
Zusätzlich werde sich die Rückführung billiger staatlich gestützter Liquidität negativ auf die Preise von riskanten Anlageklassen wie Aktien und High Yield Bonds auswirken, da diese in erster Linie aufgrund günstigen Geldes in 2009 wieder zulegten.