13.09.2006 | 

Finanzminister Steinbrück stellt positive Aspekte von Private Equity und Hedgefonds heraus

Bundesfinanzminister Peer Steinbrück stellte die Bedeutung von Alternativen Investments für den Finanzplatz Deutschland in seiner Rede auf der 11. Handelsblatt-Jahrestagung "Banken im Umbruch" in Frankfurt heraus.

 

Steinbrück sprach von der Bedeutung einer "aktiven Private-Equity-Branche" für einen leistungsfähigen Finanzstandort. Laut einer Studie der Friedrich-Ebert-Stiftung tragen die von der Branche finanzierten Unternehmen ca. 7% zum Bruttoinlandsprodukt bei und haben mehr als 800.000 Beschäftigte, so der Minister. Das Gesetz über Unternehmensbeteiligungen (UBGG) soll bis zum Jahre 2008 zu einem Private-Equity-Gesetz ausgebaut werden, um attraktive Rahmenbedingungen für die Branche zu schaffen.

Das Finanzministerium beabsichtigt mit der anstehenden Novelle des Investmentgesetzes auch die Wettbewerbsfähigkeit von Hedgefonds zu verbessern und somit die Attraktivität des Finanzplatzes Deutschland im Hinblick auf Alternative Investments zu erhöhen. Den möglichen Risiken von Hedgefonds soll durch Transparenzanforderungen Rechnung getragen werden, die in Zusammenarbeit mit internationalen Gremien entwickelt werden.

Zudem will Steinbrück die Einführung von Real Estate Investment Trusts (REITs) in Deutschland durchsetzen. Bei diesen börsennotierten Immobiliengesellschaften, die steuerbegünstigt bzw. vollkommen von der Steuer befreit sind, erfolgt die Besteuerung in der Regel nur auf Investorenebene. Da noch bestimmte Eckpunkte zu klären sind, kann sich das Gesetzgebungsverfahren noch einige Monate hinziehen. In diesem Falle strebt Steinbrück jedoch eine rückwirkende Einführung zum 1. Januar 2007 an. Der Minister betonte, dass eine verlässliche Besteuerung sichergestellt werden muss, was bedeutet, dass auch ausländische Investoren hierzulande Steuern zahlen müssen.

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