14.08.2009 | Studie

Finanzkrise bewirkt Änderungen im Investorenverhalten

Laut der vor Kurzem erschienenen "European Institutional Asset Management Survey 2009" habe die Finanzkrise zu grundlegenden Änderungen in Einstellungen und Verhalten von Investoren geführt. So habe der Investmenthorizont massiv an Bedeutung gewonnen, während die Liquiditäts- und Anleihenbestände zu Lasten risikobehafteter Anlagen erhöht wurden. Für die Studie wurden 117 Investoren aus 24 Ländern mit 477 Mrd. Euro Assets under Management befragt.


Quelle: EIAMS (2009)

Im Ranking interner Assets stieg der Anlagehorizont in 2008 von Platz fünf von sechs auf Platz eins von sechs. War absolute Performance noch wichtigstes Kriterium in 2007, bildet sie nun das Schlusslicht während relative Performance Platz zwei im Präferenz-Ranking einnimmt. Der Aktienanteil in den Portfolios ist in allen europäischen Regionen, mit Ausnahme Frankreichs, gesunken. Stattdessen habe sich die Summe aus Cash und Fixed Income deutlich erhöht. Alternative Investments geben ein sehr gemischtes Bild, stieg ihr Anteil in Deutschland beispielsweise von 7% auf 15% und in der Schweiz von 7% auf 13%, sank er in Frankreich von 16% auf 3% und blieb in manchen Ländern unverändert.


Quelle: EIAMS (2009)

Für die zukünftige strategische Asset Allocation ist von 50% bzw. 54% der Studienteilnehmer eine Ausweitung der Anteile von Fixed Income und Rohstoffen geplant. Den Aktienanteil wollen jeweils rund ein Drittel erhöhen oder verringern, 16% planen eine Ausweitung der Alternatives, 5% eine Verringerung. Weitere Themen der Studie sind die Renditen und Durchführungswege verschiedener Anlageklassen sowie Nutzung von externen Dienstleistungen für das Asset Management.

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