Feri rechnet mit rückläufigen Renditen im Markt für Beteiligungskapital
Die weltweit operierenden Beteiligungsfonds müssen sich in den
kommenden Jahren auf niedrigere Gewinne einstellen. Nach den
Ausnahmejahren 2004 und 2005 mit Renditen um die 20 Prozent sei mit
einem Rückgang in den knapp zweistelligen Bereich zu rechnen, sagt
Bernd Kreuter, Analyst für alternative Anlageklassen bei Feri
Institutional Advisors GmbH in Bad Homburg dem Handelsblatt. Kreuter
begründet seine Prognose mit den extrem günstigen Kreditkonditionen, zu
denen die Beteiligungsmanager momentan ihre Transaktionen finanzieren
können. Die Zeit des billigen Geldes werde nicht ewig anhalten, bei
einer Verteuerung an den Kreditmärkten seien Einbußen zu erwarten. Feri
verteilt Noten für die Finanzinvestoren und beobachtet etwa 1800 von
geschätzt rund 5000 Private-Equity-Fonds.
Nach einer Analyse der schweizerischen SCM Strategic Capital Management
erzielte Private Equity in den USA in den vergangenen zehn Jahren eine
Rendite von gut 16 Prozent, in Europa waren es knapp 15 Prozent. Dass
man mit Beteiligungskapital auch schief liegen kann, zeigt das
Spezialsegment Venture Capital, das Investitionen in Gründer und
Technologiefirmen umfasst. Laut SCM lag die Rendite in Europa in den
vergangenen zehn Jahren bei mageren 5,9 Prozent, in den USA dagegen bei
21,6 Prozent.
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