11.10.2005 | 

Feri rechnet mit rückläufigen Renditen im Markt für Beteiligungskapital

Die weltweit operierenden Beteiligungsfonds müssen sich in den

kommenden Jahren auf niedrigere Gewinne einstellen. Nach den

Ausnahmejahren 2004 und 2005 mit Renditen um die 20 Prozent sei mit

einem Rückgang in den knapp zweistelligen Bereich zu rechnen, sagt

Bernd Kreuter, Analyst für alternative Anlageklassen bei Feri

Institutional Advisors GmbH in Bad Homburg dem Handelsblatt. Kreuter

begründet seine Prognose mit den extrem günstigen Kreditkonditionen, zu

denen die Beteiligungsmanager momentan ihre Transaktionen finanzieren

können. Die Zeit des billigen Geldes werde nicht ewig anhalten, bei

einer Verteuerung an den Kreditmärkten seien Einbußen zu erwarten. Feri

verteilt Noten für die Finanzinvestoren und beobachtet etwa 1800 von

geschätzt rund 5000 Private-Equity-Fonds.

Nach einer Analyse der schweizerischen SCM Strategic Capital Management

erzielte Private Equity in den USA in den vergangenen zehn Jahren eine

Rendite von gut 16 Prozent, in Europa waren es knapp 15 Prozent. Dass

man mit Beteiligungskapital auch schief liegen kann, zeigt das

Spezialsegment Venture Capital, das Investitionen in Gründer und

Technologiefirmen umfasst. Laut SCM lag die Rendite in Europa in den

vergangenen zehn Jahren bei mageren 5,9 Prozent, in den USA dagegen bei

21,6 Prozent.

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