23.12.2014 | Research

Faktorstrategien auch in Emerging Markets erfolgreich

Smart-Beta-Faktoren können auch bei Investments in Schwellenländern eine Outperformance erzielen, ergibt ein Forschungspapiers von MSCI. Die Autoren zeigen anhand der MSCI Faktorindizes für einen Zeitraum von 15 Jahren, dass alle Faktoren eine bessere Wertentwicklung aufweisen als der Benchmarkindex MSCI Emerging Markets. Dennoch bestehen große Unterschiede in der relativen Performance: Vor allem die Faktorindizes High Dividend Yield und Momentum erweisen sich im analysierten Zeitraum als besonders solide. Zwar spiegeln sie nicht die reinen Faktorprämien wider, sind allerdings ein guter Proxy. Im Falle des High Dividend Yield Index ist die Outperformance einerseits durch den Dividendenfaktor bestimmt, andererseits trägt jedoch auch der Earnings-Yield-Faktor einen großen Teil bei.


Quelle: MSCI

Im Anschluss prüfen die Autoren, welche der Faktorprämien von den Asset Managern in den Emerging Markets systematisch genutzt wurden. Hierzu werden nur Fonds betrachtet, die ein Volumen von mindestens 100 Mio. US-Dollar und eine Historie von 15 Jahren aufweisen. Der Großteil der Renditen lässt sich durch das normale Marktbeta sowie die Prämien Dividenden, Earnings und Momentum erklären. Zwar sind die Koeffizienten aller anderen Faktorprämien insignifikant, doch ergeben sich angesichts der historischen Outperformance dieser Prämien weitere Strategieansätze.


Quelle: MSCI

Die Kombination verschiedener Faktorindizes kann, wie dies auch für Developed Markets der Fall ist, die risikoadjustierte Rendite weiter steigern. Eine Kombination aus High Dividend Yield und Momentum erzielt beispielsweise bei einem geringeren Tracking Error eine deutlich höhere Information Ratio als beide Einzelindizes.

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