25.06.2018 | Märkte

Faktoransätze bei Credit-Strategien

Robeco hat die Performance von Single- und Multi-Faktor-Strategien im Anleihenmarkt untersucht. Für die Definition der Faktoren stützen sich die Autoren ausschließlich auf Bond-Charakteristika: beim LowRisk-Faktor beispielsweise werden Ratings und Laufzeit als Risikomaße genutzt. Sowohl im Investment-Grade- als auch im High-Yield-Bereich weisen alle Faktorportfolios eine risikoadjustierte Outperformance gegenüber dem Benchmarkindex auf. Wird die Outperformance ins Verhältnis zum Tracking Error gegenüber der Benchmark gesetzt, ist das Multi-Faktor-Portfolio am effizientesten. Hintergrund ist, dass durch die Diversifizierung über verschiedene Faktoren das Risiko der Underperformance einzelner Faktoren für längere Zeiträume vermieden werden kann. Das Datensample umfasst den Zeitraum 1994 bis 2017.


Quelle: Robeco

Im nächsten Schritt untersuchen die Autoren die Verwendung von Faktor-Bond-Investments im Multi-Asset-Kontext. Die Umstellung der Bond-Investments auf Multi-Faktor-Strategien in einem Multi-Asset-Portfolio steigert die Sharpe Ratio des Portfolios von 0,83 auf 1,0. Wenn zusätzlich auch im Aktienbereich Faktorstrategien implementiert werden, erhöht dies die Sharpe Ratio auf 1,08.


Quelle: Robeco

Vorteilhaft kann es sein, wenn die Faktordefinitionen weiter ausgedehnt werden und sich nicht allein auf Bond-Merkmale konzentrieren. Im LowVola-Bereich können beispielsweise neben den oben genannten Merkmalen zusätzlich Leverage, Risikokennzahlen der Aktien und weitere Qualitätsmerkmale einbezogen werden.


In Ausgabe 5|2016 des Absolut|report erläutern Dr. Patrick Houweling, Dr. Bernhard Breloer und Michael Fink von Robeco Asset Management den Hintergrund der systemischen Nutzung von Faktorprämien im Corporate-Bond-Markt. Sie zeigen, inwieweit sich gegebene Faktorstrategien in der Praxis optimieren lassen, und welches Alpha-Potenzial Bond-Fonds haben, die in Faktoren allokieren.

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