Faktoranalyse zur Erklärung von REITs-Performance
In einem Forschungspapier untersuchen Shaun Bond und Chen Xue von der University of Cincinnati den Einfluss der Faktoren Investment und Profitability auf die Performance von REITs. Grundlage ist die Überlegung, dass beide Fundamentalfaktoren Aufschluss über die Diskont-Sätze bzw. erwartete Performance geben. Hohe Investments implizieren demnach einen niedrigen Diskont-Satz und damit eine schwache Performance, während hohe Profitabilität mit einem hohen Diskont-Satz und entsprechend hohen erwarteten Renditen einhergeht. Für ein Sample aus 356 US-REITs im Zeitraum 1994 bis 2013 zeigen sich die erwarteten Ergebnisse, die nicht durch übliche im REIT-Bereich verwendete Modelle erklärt werden können: Die 20 % REITs mit den stärksten Akquisitionen erzielen eine um monatlich 0,36 % schwächere Performance als die 20 % mit den wenigsten Zukäufen. Umgekehrt können die 20 % der REITs mit der höchsten Profitabilität gegenüber denen mit der schwächsten Profitabilität eine Outperformance von 0,7 % p.m. erwirtschaften. 
Quelle: Bond, Xue, 2016
Im nächsten Schritt konstruieren die Autoren ein Investment-basiertes Drei-Faktor-Modell, das aus Markt-, Investment- und Profitabilitätsfaktor besteht. Gegenüber sonst üblicherweise verwendeten Modellen kann der neue Ansatz bekannte Return-Variationen, bspw. Momentum, idiosykratische Volatilität und Turnover, deutlich besser erklären. Diese Ergebnisse sind unter zwei Gewichtspunkten interessant. Einerseits kann so das Benchmarking von Portfolios verbessert werden, andererseits können bekannte Einflussgrößen für die Performance von REITs mit fundamentalen Unternehmensdaten verknüpft werden, wodurch die Pricing-Effizienz von REITs besser verstanden werden kann.
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