11.06.2015 | Studie

Factor Investing gewinnt an Popularität

In einer Umfrage unter 214 Asset Ownern weltweit hat FTSE Russell die Entwicklung von Smart-Beta-Strategien untersucht. Europäische Investoren mit mehr als 10 Mrd. US-Dollar Assets under Management sind bei der Implementierung von Faktor Investing führend, zeigt die Umfrage. Insgesamt verfügen 40 % der europäischen Befragten über ein Exposure in Smart Beta, während es in Nordamerika 21 % sind. Auffällig ist, dass global der Anteil der Anleger, deren Allokation weniger als 5 % beträgt, von 2014 auf 2015 auf 24 % zurückgegangen ist (- 16 Prozentpunkte). Gleichzeitig ist die überwiegende Mehrheit mit der Entwicklung ihrer Investments zufrieden. Lediglich 2 % der Befragten geben an, unzufrieden zu sein. Daher überrascht es nicht, dass 61 % ihre Engagements ausweiten wollen, während der Rest zumindest keine Reduzierung plant.


Quelle: FTSE Russell

Überwiegend investieren Investoren in mehrere Faktoren gleichzeitig: Mehr als zwei Drittel der Befragten setzt auf mindestens zwei verschiedene Faktoren, wobei Low-Vola-Ansätze am häufigsten verbreitet sind.  71 % sehen ihre Smart Beta Investments mit einer Haltedauer von mehr als fünf Jahren als langfristig an, nur 6 % planen, weniger als drei Jahre investiert zu bleiben. Dementsprechend zählt Smart Beta auch für zwei Drittel der Investoren zur strategischen Allokation. In diesem Zusammenhang setzen Asset Owners mit weniger als 1 Mrd. US-Dollar Assets under Management zumeist auf ETFs, während Großinvestoren ihre Smart Beta Engagements intern managen oder über separate Mandate verwalten lassen. Die taktisch investierten Anleger investieren mehrheitlich über ETFs. Als Informationsquelle zum Thema Factor Investing dienen meist externe Asset Manager, Journals oder Konferenzen. Im Zuge des Investment-Prozesses wünschen sich die Anleger bessere Benchmarks, um ihre Investments zu bewerten.

In der Ausgabe 2|2015 des Absolut|report zeigen Pierre Guillemin, Dr. Peter Kaste und Dr. Tatjana Xenia Puhan von Swiss Life Asset Management, wie sich durch die faktorbasierte Selektion von Aktien oder Regionen in Kombination mit einem dynamischen Wechsel des Portfoliogewichtungschemas höhere Renditen bei niedrigerem Risiko erzielen lassen. Weitere Informationen können hier abgerufen werden.

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