EY: Entwicklung des Private-Capital-Marktes
Die Private-Capital-Branche ist in den vergangenen Jahren nicht nur in den Kernsegmenten, sondern auch in diversen Nischenstrategien stark gewachsen, analysiert EY in einem Marktbericht. Prozentual war das Wachstum der Assets in Nischenstrategien höher als im traditionellen Equity-Buyout-Bereich. Beispiele hierfür sind Growth Capital, aber auch andere Segmente wie Private Credit. Dem hohen Wachstum der Private Markets steht ein Rückgang bei der Anzahl der börsennotierten Unternehmen gegenüber, was auf höhere M&A-Aktivitäten und weniger Börsengänge zurückzuführen ist. Letzteres ergibt sich aus einem geringeren Kapitalbedarf neuer Geschäftsmodelle (vornehmlich im Technologiesektor). Trotz des starken Wachstums der Private-Capital-Branche schätzen die Autoren die Gefahr eines Renditerückgangs bzw. Angleichs an die öffentlichen Märkte als gering ein, da das Universum der Private-Assets deutlich breiter ist und aus kleinen, wachstumsorientierten Unternehmen besteht.

Quelle: EY
Die Nachfrage der Investoren nach neuen Produkten kann oft nicht abgedeckt werden und mündet in vermehrter Konkurrenz um attraktive Investment-Opportunitäten. Zu Alternativen zählen: weniger gut entwickelte Segmente als klassische Buyouts, Übernahmeziele in den Emerging Markets, wo der Wettbewerbsdruck geringer ist, und Asset-Klassen jenseits von Equity. Dies betrifft zum einen Private-Credit Strategien, dessen Volumen binnen der letzten zehn Jahre von 240 auf 837 Mrd. US-Dollar angewachsen ist. Zum anderen weisen Real Assets wie Immobilien und Infrastruktur deutliche Mittelzuflüsse auf.

Quelle: EY
Absolut Research analysiert institutionelle Publikumsfonds mit Fokus auf Listed Private Equity jeden Monat in der Publikation Absolut|ranking Listed Infrastructure & Private Equity. Insgesamt umfassen die Absolut|rankings mehr als 16.000 institutionelle Publikumsfonds und ETFs, aufgeteilt in 34 Asset-Klassen und Marktsegmente und mehr als 160 Universen.