EVCA Buyout Report 2009
Eine Analyse von europäischen Buyouts, der mit Abstand größten Strategie innerhalb der Asset-Klasse Private Equity, veröffentlichte die European Private Equity & Venture Capital Association (EVCA) Ende 2009. Darin werden Buyout-Transaktionen zwischen 2007 und dem 3. Quartal 2009 hinsichtlich Investitionen, Fremdfinanzierung, Fundraising, Exits und Performance untersucht.
Quelle: EVCA
Buyout-Investoren investierten in diesem Zeiraum über 100 Mrd. Euro in 4.660 europäische Unternehmen. Selbst in 2009 wurden noch 993 Unternehmen mit Finanzmitteln versorgt, 59% durch Anschlussfinanzierungen. 17% der Finanzierungsmittel im betrachteten Zeitraum ging an Unternehmen in Gewerbe- und Industrieproduktion. Doch auch landwirtschaftliche Betriebe, Kommunikations- und IT-Firmen sowie Dienstleistungsbetriebe profitierten von Mitteln aus Private-Equity-Investitionen. Investoren erwerben in etwa zu gleichen Teilen Fremd- oder Eigenkapital von Unternehmen. Erst 2009 hat ein deutlicher Überhang an Equity-Investitionen stattgefunden. Mezzanine-Kapital spielt eine untergeordnete Rolle.
Quelle: EVCA
Besonders gefragte Investitionsregionen waren Großbritannien und Irland, auf die 28% der Mittel entfallen, gefolgt von Belgien und den Niederlanden mit 15%. Größte Schwierigkeiten zeigten sich aufgrund der in der Finanzkrise eingebrochenen Fremdfinanzierungsmittel, die ein wesentlicher Performance-Treiber von Buyouts sind. Der durchschnittliche Verschuldungsgrad von Transaktionen fiel von 57% für große und 47% für kleine Transaktionen auf 36% und 31%. Aufgrund der Kapitalmarktbedingungen fanden 2009 auch kaum Exits statt.
Quelle: EVCA
Renditen von Buyouts lagen bis Ende 2008 bei einem IRR von 12,6%. Das Top-Quartil erzielte sogar 31,9% IRR. Nach dem deutlichen Einbruch der Buyout-Aktivitäten 2008 zeichnete sich ab Mitte 2009 wieder eine Erholung des Marktes ab. Bis 2011 rechnet die EVCA wieder mit einem prosperierenden Buyout-Geschäft.