29.10.2014 | Märkte

Europas Anteil am High-Yield-Markt steigt

Der Anteil der US-Hochzinsanleihen am weltweiten High-Yield-Markt ist seit 1999 von über 99 Prozent auf rund 75 Prozent abgesunken, zeigt eine Marktanalyse von AB Europe. Entsprechend erreichen europäische High-Yield-Bonds inzwischen einen Anteil von 18 Prozent (2013), die Emerging Markets kommen auf 8 Prozent.
Hierfür gibt es zwei Gründe. Einerseits haben viele Unternehmen Europas, vor allem im Süden der Währungsunion, im Zuge der Finanz- und Staatsschuldenkrise ihr Investment Grade Rating verloren, andererseits wurden viele nachrangige Produkte entsprechend herabgestuft. Auf globaler Ebene wirkte das erzwungene Deleveraging der Banken.


Quelle: AB Alliance Bernstein

Durch die aktuellen regulatorischen Verschärfungen durch Basel III und Solvency II sind Investitionen in Hochzinsanleihen zukünftig mit höheren Kosten verbunden. Gleichzeitig fahren die Finanzinstitute ihren Eigenhandel zurück.
Das Ausfallrisiko der High Yields variiert deutlich. Während Anleihen mit BB-Rating über fünf Jahre im Zeitraum 1983 bis 2013 eine Ausfallrate von 11 Prozent verzeichneten, waren es bei CCC-Anleihen knapp 50 Prozent. Auch Spread-Veränderungen und fehlendes wirtschaftliches Wachstum kann das Ausfallrisiko erhöhen.


Quelle: AB Alliance Bernstein

Angesichts der breiten Aufstellung der High Yield Bonds ergibt sich für Anleger die Möglichkeit, ihre Exposures bzw. Risiken durch eine entsprechende Portfoliozusammensetzung zu steuern. Dies kann beispielsweise eine geographische Trennung einzelner Teilsegmente oder die Fokussierung auf bestimmte Durationen beinhalten.

Die besten Asset Manager für Hochzinsanleihen analysiert Absolut Research jeden Monat in der Publikation Absolut|ranking in der Kategorie Credit High Yield Bonds. Insgesamt umfassen die Absolut|rankings mehr als 10.000 institutionelle Publikumsfonds, aufgeteilt in 22 Sub-Kategorien mit 80 Asset-Klassen.

Abonnenten von Absolut Research können weiterführende Informationen hier herunterladen:
zurück