02.06.2009 | Studie

Europäische Pensionssysteme investieren sicherheitsorientiert

Das Beratungsunternehmen Mercer veröffentlichte kürzlich eine Studie über die Asset Allocation von europäischen Pensionssystemen. Zu diesem Zweck wurden ca 1.000 institutionelle Mercer-Klienten aus ganz Europa mit über 400 Mrd. Euro Assets under Management (AuM) zu ihrer Asset Allocation befragt, wobei der Schwerpunkt der Studie auf Irland und Großbritannien liegt. Wesentliche Ergebnisse sind eine deutliche Verschiebung von Aktien zu Anleihen im letzten Jahr sowie eine stärkere Beachtung operationaler Risiken.

So seien aufgrund von Wertverlusten und Umschichtungen die Aktienbeteiligungen selbst in Ländern mit traditionell hohen Quoten deutlich gesunken. Deutschland bildet aufgrund der hohen Restriktionen für Pensionskassen das Schlusslicht bei den Aktienquoten (siehe Grafik). Der Anteil alternativer Anlageklassen bei den Pensionssystemen ist eher gering und liegt überwiegend zwischen 5% und 10%.


Quelle: Mercer

Innerhalb der Alternative Investments liegen die Schwerpunkte in Großbritannien auf aktivem Währungsmanagement, Global Tactical Asset Allocation (GTAA) und Hedgefonds. Dabei habe der Anteil an alternativen Anlageklassen sich in den letzten Jahren verdoppelt. Im übrigen Europa werden von den Alternatives überwiegend Hedgefonds, Rohstoffe und High Yield genutzt.

 

Quelle: Mercer

Auch operationale Risiken finden laut der Studie seit der Insolvenz der Investmentbanken Lehman Brothers und Bear Stearns mehr Beachtung. Ziel sei eine größere Diversifikation bei Service Providern und Anpassung der Vertragsbedingungen. Für die Zukunft planen die Pensionssysteme überwiegend eine Verringerung ihrer Aktienquoten bei gleichzeitiger Erhöhung von Anleihen und alternativer Anlageklassen.


Quelle: Mercer

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