14.07.2011 | Studie

Europäische Pensionsfonds und Versicherungen zeigen defensive Asset Allocation

In Europa ansässige Pensionsfonds und Versicherungen sind gegenwärtig in ihrer Asset Allocation und ihren Einschätzungen für die gesamtwirtschaftliche Entwicklung weiterhin vorsichtig, berichtet die Studie "European Institutional Asset Management Survey" von IPE und Invesco. An der diesjährigen Umfrage nahmen 148 Institutionen, vorwiegend Pensionsfonds und Versicherungen, mit fast 1.200 Mrd. Euro Assets under Management teil. Diese Anleger haben 2010 ihre Allokation in Anleihen auf durchschnittlich 58 % erhöht, den höchsten Wert der letzten 4 Jahre. Alternative Investments waren hingegen weniger gefragt, die Immobilienquote blieb bei 7 %, während der Anteil anderer Alternatives von 8 % auf 6 % sank. Die Studie führt diesen Trend auf die erwarteten Auswirkungen der Solvency-II-Bestimmungen zurück, die in der gegenwärtigen Fassung zu einer deutlich defensiveren Asset Allocation führen dürfte.


Quelle: IPE, Invesco

In Deutschland war ein gegenläufiger Trend zu beobachten, die Aktienquote stieg von 15 % auf 21 %, Immobilien von 4 % auf 6 & und Alternatives von 3 % auf 6 %, bei gleichzeitiger Reduzierung von Barmitteln und Anleihen.
Im Ländervergleich dominieren Immobilien auch weiterhin die Alternatives-Quote. In Private Equity und Hedgefonds wird nur in Großbritannien/Irland engagiert investiert, Skandinavien zeichnet sich durch eine relativ hohe Private-Equity-Allokation, die Schweiz durch hohe Anteile an Hedgefonds aus.


Quelle: IPE, Invesco

Abgenommen hat auch die Nutzung von ETFs, der Anteil der Nutzer sank von 34 % auf 28 %. Vorwiegend kleinere Institutionen setzen auf die kostengünstigen Indexfonds, während größere Anleger eher auf aktive Mandate vertrauen. Aufgrund der zunehmenden Komplexität der institutionellen Asset Allocation hält auch der Trend zu externen Mandaten an, diese machten 67 % im Jahr 2010 aus, wobei in Deutschland, Skandinavien und Osteuropa der Anteil intern gemanagter Assets besonders hoch ist.

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