13.02.2014 | Märkte

Europäische Immobilieninvestoren werden risikofreudiger

Auf der Suche nach Erträgen zieht es viele Investoren wieder zu den Immobilienmärkten Südeuropas, stellt PricewaterhouseCoopers im Jahresbericht zum europäischen Real-Estate-Markt fest. Die Risikofreudigkeit auf Anlegerseite steigt demnach und Investitionen in Spanien, Tier-2-Städte, B-Lagen in Tier-1-Städten sowie Entwicklungsprojekte nehmen zu. Ebenfalls gewinnen alternative Anlagen an Bedeutung, wie etwa Studentenwohnheime, Datenzentren oder Immobilien-Fremdkapital. Am deutlichsten wird diese Entwicklung in Spanien, schreibt der Report. Binnen zwölf Monaten wurden spanische Immobilien angetrieben von positiven Konjunkturaussichten vom No-Go zur attraktiven Alternative.


Quelle: pwc

Auch das Städteranking zeigt eine steigende Risikofreudigkeit. Auf Platz eins für bestehende Investitionen in Europa steht demnach München, gefolgt von Dublin. Für neue Investments belegt Dublin den ersten Platz, während Madrid, Barcelona und Athen, die im Vorjahr noch am Ende der Rangfolge standen, nun im Mittelfeld zu finden sind. Auch der Durchschnittsscore erreicht den Höchstwert der letzten zehn Jahre.


Quelle: pwc

Darüber hinaus belegt die Marktstudie, dass eine immer größere Zahl von Investoren sich mit dem Thema Nachhaltigkeit befassen. Neben der bloßen Marketingstrategie entdecken immer mehr Anleger die ökonomischen Vorteile für ihre langfristigen Investitionen. So berichtet jeder zweite Investor, in nachhaltigen Gebäuden höhere Mieten einzunehmen. Über drei Viertel der Umfrageteilnehmer geben an, ökologische und Nachhaltigkeit betreffende Überlegungen in ihre Strategie einfließen zu lassen. Nur 12 % setzen sich mit dem Thema nicht auseinander. An der Umfrage haben mehr als 500 Asset Manager, Investoren, Banken und Dienstleister teilgenommen.

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