Europäische Büroimmobilien im Fokus institutioneller Investoren
Im vergangenen Jahr erreichte das Transaktionsvolumen am europäischen Büroimmobilienmarkt den höchsten Stand seit 2007, zeigt ein Marktbericht von Catella. Untersucht werden 32 europäische Städte. Für das Jahr 2014 wird das Gesamtvolumen auf 50 Mrd. Euro geschätzt, ein Anstieg von 9 % gegenüber dem Vorjahr. Insgesamt sind damit rund 525 Mrd. Euro in dieser Asset-Klasse investiert. Auch für das kommende Jahr gehen die Autoren von einer Fortsetzung der regen Aktivitäten am Büroimmobilienmarkt aus. Dennoch wird nicht mit weiteren Anstiegen der Renditen der qualitativ höchstwertigen Objekte gerechnet, teilweise werden sogar Rückgänge prognostiziert. Das Mietniveau dagegen dürfte in vielen der untersuchten Städte 2015 weiter ansteigen.
Quelle: Catella
Grund für die positive Entwicklung, die seit 2009 andauert, sind einerseits die veränderten Risikobewertungen seit dem Beginn der Finanzkrise und andererseits das Auftauchen neuer Investoren aus dem Mittleren Osten und Asien. Weiterhin ist Real Estate durch die Geldpolitik der EZB sowie die potenziell hohen Investment-Volumina interessant. Das auch auf Prognosen basierende Bewertungsmodell von Catella weist den skandinavischen Raum als am attraktivsten aus. Dahinter folgen Deutschland, Frankreich, die Benelux-Staaten und das UK. Schlusslicht der Untersuchung ist Spanien. Die schwache Korrelation der einzelnen Standorte in verschiedenen Ländern eröffnet Investoren Diversifikationsopportunitäten.
Quelle: Catella
In Deutschland machten die Transaktionsvolumina am Büroimmobilienmarkt in den ersten drei Quartalen 2014 11,73 Mrd. Euro aus, ein Zuwachs von einem Drittel gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Auf ausländische Investoren entfällt dabei fast die Hälfte der Transaktionen. Im Fokus des Interesses stehen Objekte in B-Lagen.