28.08.2013 | Märkte

Euro-Krise verschärft das Insolvenzrisiko

Nach Rekordwerten im Jahr 2009 und einem anschließenden rückläufigen Trend über drei Jahre, prognostiziert Euler Hermes für das laufende Jahr wieder einen Anstieg der Unternehmensinsolvenzen in der globalen Betrachtung. Während 2012 der Trend im amerikanischen und asiatischen Wirtschaftsraum eher in Richtung Erholung zeigte, berechnet Euler Hermes für die Eurozone einen Anstieg des Insolvenzindexes um 16 %. Die größten Steigerungen weisen die mediterranen Länder, die Niederlande und Frankreich auf. Im Gegensatz dazu waren Rückgänge in Norwegen, Großbritannien, der Schweiz und in Deutschland zu verzeichnen.


Quelle: Euler Hermes

In 2012 hat sich das Wirtschaftswachstum in Deutschland aufgrund außenwirtschaftlicher Belastungsfaktoren deutlich abgeschwächt. Während in 2011 und 2012 BIP-Wachstumsraten in Höhe von 3,1 % beziehungsweise 0,9 % zu verzeichnen waren, prognostiziert Euler Hermes für das Jahr 2013 einen Anstieg von nur noch 0,7%, gefolgt von 1,9% in 2014. Die in der Grundtendenz robuste Konjunktur schlug sich in einer positiven Insolvenzentwicklung nieder. Nach starken Rückgängen in den Jahren 2011 in Höhe von 5,9 % und 2012 in Höhe von 6 % wurde 2012 die niedrigste Anzahl an Unternehmensinsolvenzen seit 2000 erreicht. Gleichzeitig war jedoch trotz dieser Entspannung ein mehr als doppelt so hoher Anteil an Forderungsverlusten zu verzeichnen.


Quelle: Euler Hermes

Einen Wiederanstieg der Insolvenzen erwartet Euler Hermes in 2013 in der Industrie in Höhe von 5 %. Insbesondere die Industriezweige Textil (+13 %),  Maschinenbau (+10 %) und Druck (+9 %) sind überdurchschnittlich gefährdet.

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