ETFs bleiben beliebtestes passives Investment
Ein Ende des Wachstums im ETF-Markt ist nicht in Sicht, befindet die Jahresstudie, die das Edhec-Risk-Institut gemeinsam mit Amundi Ende März veröffentlicht hat. Investoren sind demnach grundsätzlich zufrieden mit börsennotierten Indexfonds, die Nachfrage und Nutzung stiegen auch im vergangenen Jahr an. Darüber hinaus verzeichnen die Anbieter eine verstärkte Nachfrage, die ETF-Produktpalette auf weitere Anlageklassen auszuweiten. Insbesondere Titel aus Schwellenländern, ETFs auf Bond-Indizes oder ETFs auf innovative Indexkonzepte stehen im Interesse der Anleger.
Quelle: Edhec
Vermehrt werden auch ETFs auf Strategie- oder Smart-Beta-Indizes an den Markt gebracht, wodurch die Grenze zu rein passiven Produkten zunehmend verwischt. Dennoch bevorzugen die Befragten eindeutig die Eigenschaften von ETFs als passiv gemanagtes Instrument. Wichtigstes Kriterium für den Großteil der Investoren ist eine fest konstruierte Indexmethodik, 81 % der Umfrageteilnehmer sind der Meinung, ETFs sollten Beta-produzierende Instrumente bleiben.
Quelle: Edhec
Einen besonderen Schwerpunkt legt die Studie zudem auf die Verwendung von ETFs in Core-Satellite-Portfolios. Über die Hälfte der Befragten nutzt bereits eine solche Konstruktion, rund ein Viertel plant eine künftige Implementierung. ETFs kommen dabei sowohl für das Core- als auch für das Satellite-Portfolio in Frage. Produkte mit breit angelegtem Universum werden eher im Core eingesetzt, im Satellite-Portfolio bevorzugen die Befragten enger anlegende ETFs für ein gezieltes Exposure in bestimmten Segmenten oder Styles. An der Umfrage haben 212 europäische, institutionelle Investoren teilgenommen.