20.09.2012 | Märkte

ETFs auf neue Indexkonzepte nicht unbedingt erfolgreicher

Produktlancierungen im Segment der ETFs bilden vermehrt neue Indexkonzepte ab. Diese sind im Vergleich mit den Standardindizes nicht unbedingt vorzuziehen, berichtet Vanguard in einer aktuellen Analyse des US-ETF-Marktes. Demnach wurden in den USA seit Ende 2011 ca. 1.400 ETFs gelistet, die wiederum rund 1.000 verschiedenen Indizes folgen. Die Anzahl der Anbieter hat sich auf mittlerweile 75 erhöht. Neue Indizes und ETFs setzen vor allem alternative Gewichtungs- und Selektionskriterien der Indexbestandteile ein, sodass etwa 50 % der ETFs mittlerweile Indizes auf solche Indexkonzepte abbilden.


Quelle: Vanguard

Wissenschaftliche Belege für eine bessere Performance von alternativen Indexkonzepten bleiben laut Vanguard bislang aus. Problematisch für Investoren ist zudem, dass die meisten dieser Indizes erst sehr kurze reale Laufzeiten haben und daher nur schwer zu evaluieren sind. Viele Indizes werden zudem speziell für die ETF-Verwendung konzipiert. Die Zeit zwischen Indexlancierung und ETF-Lancierung hat sich in den letzten zehn Jahren verkürzt. Die Backtest-Daten dieser Indizes weisen durchschnittlich eine Outperformance von 12,25 % p.a. im Vergleich zu den marktkapitalisierungsgewichteten Standardindizes aus, nach Indexstart sind es  -0,26 % p.a. Investoren sollten daher genau auf die realen Indexhistorien und die Validität der Indexkonzepte achten.


Quelle: Vanguard

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