ETF-Angebot wächst weiter - Neue Produkte von Indexchange, Lyxor und Deutsche Bank
Lyxor Asset Management hat vier neue ETFs auf Fundamentalindizes gelistet: Den Lyxor ETF FTSE RAFI Europe, den Lyxor ETF FTSE RAFI Eurozone, den Lyxor ETF FTSE RAFI US 1000 und den Lyxor ETF FTSE RAFI Japan. Das Kürzel RAFI steht für die Firma des US-Wissenschaftlers Robert Arnott, Research Affiliates, und den Begriff "Fundamental Indexing". Das Unternehmen veröffentlicht die Indizes zusammen mit dem Indexanbieter FTSE. Die Gewichtung der enthaltenen Aktien richtet sich laut Lyxor nicht nach dem Marktwert, sondern nach vier fundamentalen Kriterien: Dividenden, Cash-Flow, Umsatz und Buchwert. "Diese Zusammensetzung verhindert, dass sich die Portfoliogewichtung nur nach der Vorliebe für einzelne Titel oder nach deren Vernachlässigung richtet", so Thomas Meyer zu Drewer, der das ETF-Geschäft von Lyxor Asset Management in Deutschland und Österreich leitet. Nach Angaben von Lyxor werden inzwischen insgesamt 58 ETFs mit einem Gesamtvolumen von mehr als 21 Milliarden Euro angeboten.
Die Deutsche Bank legte gleich 25 neue ETFs über ihre Plattform "db x-trackers" auf. Damit steigt laut Angaben der Bank die Gesamtzahl der seit Januar eingeführten ETF-Produkte auf 49. Die neuen Produkte erweitern die durch ETFs der Deutschen Bank abgedeckten Anlageklassen und Märkte auf folgende Indizes: Emerging Market-Indizes, iTraxx Credit Default Swap-Indizes, den DBLCI OY Balanced Commodity-Index sowie Europäische Branchenindizes. Die db x-trackers ETFs decken die Anlageklassen Aktien, Anleihen, Geldmärkte, Kredite und Rohstoffe ab.
Der zu Barclays gehörende Anbieter von Exchange Traded Funds (ETFs) Indexchange bringt den weltweit ersten ETF auf den Dow Jones-AIG Commodity Index heraus. Der Index bildet 19 unterschiedliche Rohstoffe ab, die in sieben Sektoren zusammengefasst sind. Mit dem Dow Jones-AIG Commodity SwapEX (ISIN: DE000A0H0728) können Investoren an der Wertentwicklung von börsengehandelten Waren und Rohstoffen (Commodities) partizipieren. Die jährliche Verwaltungsvergütung beträgt 0,45 Prozent. Das Unternehmen verwaltet damit laut eigenen Angaben 18 Mrd. Euro in 80 börsengehandelten Indexfonds auf Aktien-, Renten-, Immobilien- und Commodity-Indizes.