ESMA untersucht europäische Finanzsmarktstabilität
Die European Securities and Markets Authority (ESMA) sieht im 2. TRV- Quartalsbericht Bewertungsrisiken durch hohe Asset-Preise als größte Gefahr für die europäischen Finanzmärkte im zweiten Halbjahr 2017. Insgesamt hat sich das Bild seit dem ersten Quartal 2017 nicht wesentlich verändert: Markt- und Kreditrisiken sind weiterhin sehr hoch, auch Liquiditäts- und Ansteckungsrisiken bleiben hoch. Wesentliche Risikoquellen sind Unsicherheit bezüglich geopolitischer Entwicklungen, insbesondere mit Bezug zum Brexit, die Entwicklung des ökonomischen Wachstums und steigende öffentliche und private Verschuldung. Sowohl die Marktperformance als auch positive Erwartungen zur wirtschaftlichen Entwicklung der EU haben zu verstärkten Kapitalflüssen in höher rentierende Strategien geführt, beispielsweise Unternehmensanleihen oder Anlagen in den Emerging Markets. Die stärksten Zuflüsse verzeichneten Fixed-Income-Fonds, in die 241 Mrd. Euro flossen. 
Quelle: ESMA
In drei Aufsätzen nimmt die ESMA Stellung zu den Aspekten Investorenschutz, geordnete Marktverhältnisse und Finanzstabilität. Untersucht werden darin die Einflüsse von Fondsgebühren auf die Performance, die in den Jahre 2013 bis 2015 zu einer Reduzierung der Bruttorendite um 29 % führten, Herausforderungen bei der Implementierung von Distributed Ledger Technology, ein dezentrales Transaktionsregister und Synonym für Blockchain, sowie ein Überblick über die EU-Derivatemärkte.
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