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26.10.2026 | Märkte

ESMA konkretisiert Erwartungen an Impact und Transition

Die europäische Wertpapieraufsicht ESMA präzisiert mit zwei Veröffentlichungen, wie Marktteilnehmer Aussagen zu Impact Investing und zur Klimatransition kommunizieren sollen. So verlangt die Behörde, dass Nachhaltigkeitsclaims die jeweilige Ambition, die operative Umsetzung und den nachprüfbaren Fortschritt nachvollziehbar verbinden. Als übergreifenden Rahmen nennt die ESMA vier Prinzipien: Aussagen sollen zutreffend, zugänglich, fundiert und aktuell sein. Erforderlich sind präzise Angaben zu Methoden, Vergleichen, Annahmen, Datenlimitationen und zum zeitlichen Bezugsrahmen. 
Damit adressiert ESMA insbesondere selektive Darstellungen, vage Begriffe und Kommunikation, deren Bildsprache oder Kennzahlen den tatsächlichen Nachhaltigkeitsprofilen von Produkten oder Emittenten nicht entsprechen. Die Prinzipien gelten für mündliche und schriftliche Kommunikation außerhalb verbindlicher Offenlegungsstandards, etwa in Marketingmaterialien und freiwilligen Berichten.

Quelle: ESMA

Für Impact Claims stellt ESMA die Unterscheidung zwischen Wirkung auf Ebene der Portfoliounternehmen und dem Beitrag des Investors heraus. Produkte sollten ihr Wirkungsziel, die zugrunde liegende Wirkungslogik sowie relevante Kennzahlen klar beschreiben. Zusätzliche Wirkung des Investors erfordert eine plausible Begründung, wie dessen Kapital, Engagement oder weitere Maßnahmen zu einem Ergebnis beitragen, das ohne diesen Beitrag nicht oder geringer eingetreten wäre. 
Bei klimabezogenen Transitionsclaims rückt ESMA die Zukunftsorientierung solcher Aussagen in den Vordergrund. Marktteilnehmer sollen das Zielbild, Ausgangsjahr und Ausgangswert, Zwischenziele, verwendete Metriken sowie den Bezug zu wissenschaftsbasierten oder Paris-kompatiblen Pfaden erläutern. Ebenso erwartet die Aufsicht Transparenz über Portfolio- oder Finanzierungsstrategie, Abhängigkeiten und den regelmäßig gemessenen Fortschritt.


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