ESG-Strategien institutioneller Investoren in Deutschland
72 % der institutionellen Investoren in Deutschland berücksichtigen Nachhaltigkeitskriterien in ihrer Kapitalanlage, wie eine Studie von Union Investment zeigt. Gegenüber dem Vorjahr ist der Anteil um sieben Prozentpunkte gestiegen und hat einen neuen Höchststand erreicht. Unter den nachhaltigen Investoren werden am häufigsten Ausschlusskriterien angewandt (74 %). 59 % setzen negative Screening-Methoden ein, 51 % haben positive Filter implementiert. Einen Best-in-Class-Ansatz benutzen 48 %. Als aktiver Eigentümer engagieren sich 31 %. Insgesamt ist die Zufriedenheit mit nachhaltigen Anlagestrategien hoch, wie 57 % angaben. Nur 3 % sind unzufrieden mit nachhaltigen Kapitalanlagen. 
Quelle: Union Investment
Im Durchschnitt berücksichtigen die Befragten Nachhaltigkeitskriterien bei 56 % ihrer Assets. Im Vergleich zu den Vorjahren ist damit eine kontinuierliche Steigerung zu beobachten (2017: 37 %, 2018: 49 %). Zwei Drittel der institutionellen Anleger glauben, dass nachhaltige Kapitalanlagen das Weltklima entscheidend beeinflussen können. Diese Ansicht vertreten vor allem Kirchen und Stiftungen (76 %), Altersversorger und Pensionskassen (73 %) sowie KVGen (72 %). Doch ungeachtet dieser Überzeugung hat bisher nur eine Minderheit der Befragten Informationen über die Klimawirkung des eigenen Portfolios (39 %).
Quelle: Union Investment
Größter Antrieb für die Berücksichtigung von Nachhaltigkeitskriterien sind die Werte des eigenen Unternehmens, wie 83 % der Befragten angeben. Die Anleger, die keine Nachhaltigkeitskriterien anwenden, begründen dies dagegen vor allem mit fehlenden Vorgaben in den Anlagerichtlinien (57 %). Folgerichtig wird die Regulierung als entscheidender Impuls angesehen (71 %), sich zukünftig intensiver mit der nachhaltigen Kapitalanlage zu beschäftigen. Allerdings gibt nur ein Drittel aller Teilnehmer an, den EU-Aktionsplan zu Sustainable Finance zu kennen.
Mit der Publikation Absolut|impact zeigt Absolut Research das Spektrum nachhaltiger Investments für institutionelle Investoren auf. Anleger erfahren durch Fachbeiträge zu Strategien, Trends, ESG-Initiativen und Regulierung, wie sie nicht nur ihr Portfolio, sondern auch gesellschaftliche Veränderungen (mit)gestalten können.