ESG-Overlay für Investments in Staatsanleihen
Die Anpassung eines Staatsanleihenportfolios in Hinblick auf ESG-Kriterien kann zu einer Verbesserung der risikoadjustierten Performance führen, zeigt ein Research-Papier, das AXA im Januar veröffentlicht hat. Dazu ermitteln die Autoren zunächst ESG-Scores basierend auf verschiedenen politischen, sozialen und institutionellen Eigenschaften des Staatenuniversums. Ausgehend von einem fundamental gewichteten Portfolio aus globalen Staatsanleihen passen die Autoren daraufhin die Gewichtungen entsprechend den ESG-Scores an.
Quelle: AXA Investment Managers
Durch den Fokus auf Fundamentaldaten wird Kapital nicht in die Staaten mit den meisten Schulden, sondern in die mit den besten Wachstumsaussichten allokiert. Über die ESG-Scores werden die Einzeltitel im makroökonomisch ausgerichteten Portfolio dann gezielt über- oder untergewichtet. Polen und Chile etwa gehören zu den übergewichteten Schwellenländern, während die Philippinen, Kolumbien, Indonesien, China und Russland untergewichtet werden.
Quelle: AXA Investment Managers
Durch das ESG-Overlay verbessert sich die Ratingqualität des Portfolios leicht, während es auf der Performanceseite zu keiner Verschlechterung kommt. Verglichen mit dem Makro-Portfolio sinkt die Duration sogar leicht, die laufende Rendite bleibt unverändert.