ESG-Bewusstsein im Private-Equity-Segment steigt
Eine aktuelle Umfrage von Pitchbook belegt, dass unter Private-Equity- Fondsmanagern und Investoren das Bewusstsein wächst, ESG-Faktoren (Environmental, Social, Governance) aktiv in die Investmententscheidung einfließen zu lassen. Gleichzeitig fehlt es in der Umsetzung noch an standardisierten Abläufen. Ein strukturierter ESG-Ansatz steckt noch in den Kinderschuhen, sowohl auf Management- als auch auf Investorenseite ist aber die Bereitschaft groß, Ressourcen dafür abzustellen.
Quelle: Pitchbook
An der Umfrage, deren Ergebnisse Ende November veröffentlich wurden, haben insgesamt 48 Private-Equity-Fonds und 6 Investoren teilgenommen, von denen der Großteil aus den USA stammt. Wichtigster Treiber ist demnach die Investorenseite, die explizit die Einbeziehung von ESG-Kriterien fordert. Im LP-Vertrag selbst spielen ESG-Faktoren dagegen nur eine untergeordnete Rolle. 40 % der Befragten geben ESG-Kriterien als "nicht wichtig" an. Nur für weniger als ein Viertel (23 %) sind nachhaltige Kriterien "wichtig" oder "sehr wichtig".
Quelle: Pitchbook
Auf Ebene der Portfoliounternehmen geben 57 % der befragten Fondsmanager die Bedeutung von ESG-Faktoren als zumindest "wichtig" an. Kein Gewicht schreiben 29 % der Umfrageteilnehmer den Kriterien zu. Wichtigstes Bedenken unter Investoren ist demnach der Einklang des Investmentprozesses mit dem eigenen Geschäftsgebaren. Für Fondsmanager spielt das Risikomanagement die größte Rolle bei der Entscheidung um die Verwendung von ESG-Kriterien.