01.12.2020 | Research

ESG bei Private Equity

Die Bedeutung von ESG steigt bei Private-Equity-Unternehmen, zeigt ein Researchpaper von Maria Cristina Zaccone und Matteo Pedrini von der Università Cattolica del Sacro Cuore in Mailand. Grundlage der Ergebnisse sind Interviews mit Leitern der ESG-Teams globaler Private-Equity-Fonds ergänzt um eine Umfrage unter 23 PE-Fondsmanagern. Knapp drei Viertel der Befragten sind der Ansicht, dass ESG-Aspekte heute wichtiger sind als noch vor fünf Jahren. Die Gründe für diese Entwicklung sind vielschichtig: Am häufigsten werden die Wünsche der Investoren angeführt, ebenso öffentlicher Druck durch Medien und Stakeholder, gefolgt von regulatorischen Anforderungen.


Quelle: Zaccone, Pedrini, 2020

Umgesetzt werden ESG-Anforderungen meist über Mindestanforderungen an die Portfoliounternehmen im Rahmen des Due-Diligence-Prozesses. Dabei steht offenbar mehr die Begrenzung von Risiken als die Wertschöpfung im Fokus der PE-Branche. Bei der Implementierung wird vor allem mit Checklisten gearbeitet, aber auch externe Beratung in Anspruch genommen. Öffentlich verfügbare ESG Ratings sind dagegen nur sehr gering verbreitet. Bei der Due Diligence werden im Wesentlichen zwei Kriterien berücksichtigt: das Geschäftsmodell des Zielunternehmens und die ESG-Situation der entsprechenden Branche.

Barrieren für die Einbindung von Nachhaltigkeitskriterien sind insbesondere die Schwierigkeit, ESG zu bemessen sowie der Mangel an nachhaltigkeitsbezogenen Informationen. Weiterhin bemerken die Befragten, dass eine solche Auswertung Zeit erfordert.


Quelle: Zaccone, Pedrini, 2020


Mit der Publikation Absolut|impact zeigt Absolut Research das Spektrum nachhaltiger Investments für institutionelle Investoren auf. Anleger erfahren durch Fachbeiträge zu Strategien, Trends, ESG-Initiativen und Regulierung, wie sie nicht nur ihr Portfolio, sondern auch gesellschaftliche Veränderungen (mit)gestalten können.

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