Entwicklung von europäischer Wirtschaft und Gewerbeimmobilien
Eine aktuelle Einschätzung zum europäischen Markt für Gewerbeimmobilien wurde Anfang Mai von Cushman & Wakefield veröffentlicht. Die Autoren liefern makroökonomische Einschätzungen für die europäischen Länder und leiten deren Einfluss auf die Entwicklung des europäischen Gewerbeimmobilienmarktes ab. Demnach erwarten Cushman & Wakefield ein weiterhin zunehmendes Wirtschaftswachstum in Europa, bis Jahresende wird ein positives Wachstum des Bruttoinlandsproduktes prognostiziert. Auch nehme die Industrieproduktion wieder deutlich zu, allerdings bleibe die Nachfrage von außerhalb Europas gering. Dies träfe vor allem die exportorientierten Nationen.
Quelle: Cushman & Wakefield
Gleichzeitig sei der Verschuldungsgrad der Regierungen hoch, während die Steuereinnahmen 2010 gering ausfallen dürften. Aufgrund dieser Tatsachen sei nicht von signifikanten fiskalpolitischen Ausgaben zur Stimulation der Wirtschaft auszugehen. Als attraktivste Länder für die Investition in Immobilien werden Frankreich, Deutschland und die Schweiz genannt. Hinzu kommen für die nächsten zwei bis drei Jahre Tschechien, Polen, die Slowakei, Schweden und Norwegen in Betracht.
Quelle: Cushman & Wakefield
Die Analyse der einzelnen Anlageklassen ergibt für den Industrieimmobiliensektor 2010 ein moderates Wachstum. Im Büroimmobiliensektor werden um 5% bis 6% geringere Mieten erwartet. Gleichzeitig steigen die Ansprüche bei Qualität und Lage von Büros. Einzelhandelsimmobilien wird hingegen ein gutes Jahr in Aussicht gestellt. Der Erfolg sei zwar stark standortanhängig, geringe Inflationserwartungen, ein niedriges Zinsniveau und konstante Beschäftigungsraten deuten jedoch auf eine insgesamt positive Entwicklung hin.