21.07.2014 | Studie

Entwicklung internationaler Aktienrisikoprämien im Jahr 2014

Basierend auf einer Umfrage unter mehr als 3000 Wissenschaftlern, Analysten und Unternehmen haben Pablo Fernandez, Pablo Linares und Isabel Fernandez Acin von der IESE Business School die Höhe der internationalen Aktienrisikoprämien untersucht. Sowohl für die USA als auch für Deutschland liegt die Risikoprämie für Aktieninvestments im Schnitt bei 5,4 %, wobei sich die meisten Industrieländer in einem ähnlichen Rahmen bewegen, darunter Großbritannien (5,1 %), die Schweiz (5,2 %) und Luxemburg (4,9 %). Den höchsten Wert erreicht Griechenland, wo die Aktienrisikoprämie im Mittel 15 % beträgt, und damit einen Prozentpunkt vor der Ukraine und Venezuela liegt.


Quelle: Fernandez, Linares, Fernandez Acin (2014)

In den meisten Industrieländern ist das Niveau der Risikoprämie gegenüber dem Vorjahr leicht rückläufig oder stabil geblieben. Die BRIC-Staaten mit Ausnahme Indiens dagegen verzeichnen einen leichten Anstieg und liegen bei rund 8 %. Ebenso stieg die Risikoprämie in den südeuropäischen Staaten Spanien, Portugal und Griechenland teils deutlich. So betrugen die Zuwächse bei Portugal +240 Basispunkte auf 8,5 % und bei Griechenland +770 Basispunkte.


Quelle: Fernandez, Linares, Fernandez Acin (2014)

Insgesamt umfasst die Stichprobe rund 8100 verwendete Risikoprämien, wobei für jedes Land mindestens 6 Werte vorliegen mussten, so dass unter dem Strich Ergebnisse für 88 Länder präsentiert werden. Ausreißer nach oben oder unten (z.B. eine negative Risikoprämie von -2 % für die USA) wurden nicht berücksichtigt. Der Fokus liegt im Gegensatz zu anderen Studien nicht auf der erwarteten, sondern auf der, für ein Investment mindestens erforderlichen, Aktienrisikoprämie.

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