Entwicklung des CDS-Marktes schreitet voran
Die Verwendung von Credit Default Swaps (CDS) hat in den letzten Jahren rasant zugenommen. So stieg das geschätzte ausstehende Volumen von CDS zwischen 2002 und 2007 von zwei auf 60 Billionen US-Dollar. Die Finanzkrise hat jedoch einige Schwächen von Kreditderivaten offenbart, insbesondere über fehlende Transparenz von offenen Positionen und Kontrahentenrisiken. Eine aktuelle Research-Publikation der Deutschen Bank beschäftigt sich ausführlich mit CDS, erklärt Funktionsweise und Struktur, liefert einen Marktüberblick und gibt Empfehlungen für Risiken und Regulierung.
Quelle: Deutsche Bank Research
Der Anteil von Single-name CDS ist mit 59% am größten, 29% entfallen auf Index CDS und 12% tranchierte Index CDS. Die größten CDS-Händler sind J.P. Morgan, Goldman Sachs, Morgan Stanley, Deutsche Bank und Barclays. Als größte Käufer von Kreditrisiken treten Versicherungen auf, größte Verkäufer sind Banken.
Quelle: Deutsche Bank Research
Seit der Finanzkrise hat das Clearing von Kreditderivaten stark zugenommen. Trotzdem ist das OTC-Exposure weiterhin hoch, worin Aufsichtsbehörden erhöhte systematische Risiken sehen. Zum Abschluss der Publikation werden daher die Notwendigkeit einer Unterscheidung zwischen OTC- und Clearing-Derivaten sowie die Aufgaben einer potentiellen internationalen Clearing-Stelle diskutiert.